Gottes Freund und aller Welt Feind

Es ist wieder so weit. Waren es im vergangenem Jahr “Strandräuber” die hineinversetzt in das Jahr 1391 ihre Abenteuer am Großen Jasmunder Bodden bestanden, so ist  “Gottes Freund und aller Welt Feind”, Klaus Störtebeker in diesem Jahr als “Der Wolf der Meere” über den Ostseeraum hinaus bis nach Spanien unterwegs.

Zum 11. Mal finden in der Zeit vom 28. Juni bis zum 6. September 2003 die bekannten und beliebten Störtebeker Festspiele in Ralswiek auf der Insel Rügen statt. Das Magazin ‚Focus‘ wertete in seiner ersten Juniausgabe 2003 die 60 erfolgreichsten Sommerfestspiele Deutschlands aus. Dabei lag Störtebeker auf Platz eins in der Reihenfolge der Publikumsgunst. Und auch in diesem Jahr können sich die Besucher während der 61 Vorstellungen – jeweils Montag bis Samstag, 20 Uhr, auf zahlreiche Neuigkeiten freuen. Beispielsweise ein neues Schiff. Eine spanische Karavelle, nachgebaut in der Werft “Yachtbau Lenz” in Lauterbach. Einen gewaltigen Mörser, der “Große Pummhardt”, von Steyer, gebaut um 1350, diente als Vorlage. Er verschießt – und das original und live auf der Bühne – Kugeln von 90 cm Durchmesser mit einem Gewicht von 30 kg pro Stück. Für den bekannten Chef-Pyrotechniker F. F. Braeutigam  keine leichte Aufgabe. Aber nicht nur der Abschuss, auch der Einschlag muss gewaltig sein. Noch nie wurde in der Produktionsgeschichte der Festspiele eine solche Menge an pyrotechnischen Effekten in Bewegung gesetzt. Das dokumentiert sich auch in einer 25.000 € teuren Wasserstoff-Gasanlage, die den Bodden umweltfreundlich in Flammen stehen lassen wird. Und wer meint die Festspiele kenne ich, das hab ich schon gesehn ist bestimmt überrascht , – es ist nie so wie es war. Roland Oehme, der Regisseur der ersten Stunde, Freund und Mitstreiter, will in Zukunft etwas kürzer treten, wie Intendant Peter Hick bei der Pressekonferenz sagte. “Er hat sich auf eigenen Wunsch von der Besetzungsliste genommen und seinen Platz frei gemacht. Wir danken ihm ganz besonders, hat er doch seinen Anteil am Erfolg dieses Theaters”. Der neue Mann hinter dem Regiepult – Holger Mahlich hat sich eine Menge vorgenommen und die Meßlatte hoch gesetzt. Lassen wir uns überraschen. Auch von den alt-bekannten bzw. neuen Gesichtern. (Eintrittskarten unter der Tickethotline: 03838-31100 oder im Internet: www.stoertebeker.de).
Getrunken werden darf auf den Erfolg des neuen Störtebeker, das  “Bier der Gerechten”, gebraut in der  Stralsunder Brauerei. Es wird angeboten als Schwarzbier “aromatisch würzig” oder Pilsner “norddeutsch herb”. Ein nettes, uriges Mirbringsel ist weiterhin der von der CMA ausgezeichnete “Sörtebeker Kapitänsbecher”. (Vier hanseatische Bierspezialitäten mit dem Original Kapitänsbecher). Seit 2002 ist nämlich die Stralsunder Brauerei GmbH Sponsor der Störtebeker Festspiele. Und wie uns Lars Gräning, Marketing-Chef der Stralsunder Brauerei sagte: steht der Markenname “Störtebeker” für Qualität.  Die Kogge als Logo und der Schriftzug “Das Bier der Gerechten” transportieren ein ganz bestimmtes Lebensgefühl, mit dem die Verbundenheit zur Ostseeküste und ihrer ereignisreichen Historie verstärkt wird. Dieses Konzept ist aufgegangen. Beide Partner konnten am Erfolg gleichberechtigt partiziperen, denn die Besucher- und auch die Umsatzzahlen konnten Zuwachsraten verzeichnen. Und im Juli, so verriet uns Markus Berberisch, Diplom Braumeister und Geschäftsführer der Stralsunder Brauerei, wird ihr “Strandräuber” seine Premiere haben. Damit folgen sie dem Trend von Biermischgetränken. “Eins ist klar”, so Markus Berberisch, “unserer Kompetenz besteht nach wie vor im traditionellen Brauen von echten Bieren. Modewellen können schnell abflauen. Aber im Zusammenhang mit den Störtebeker Festspielen: Was haben früher die Strandräuber getrunken? Bier und Rum natürlich! Wir geben dieser Mischung noch eine exotisch-spritzige Note von Passionsfrüchten hinzu und nennen dieses Mix-Getränk “Strandräuber”. Und damit die Abenteuer des legendären Seeräubers, genussvoll beim “Bier der Gerechten” in Ruhe noch einmal Revue passieren können, empfiehlt es sich noch ein wenig auf der Insel zu verweilen. Die Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten ist groß. Beispielsweise im ältesten Seebad (1855) der Insel Rügen in Lohme befindet sich das Silence-Panorama Hotel von Herrn Matthias Ogilvie. Ein Haus im Villenstil der klassischen Bäderarchitektur auf bewaldeter Steilküste hoch über der See und dem kleinen Hafen. Hier läßt sich der Sonnenuntergang über Kap Arkona herrrlich beobachten. (Tel.: 038302/911-0,Internet: www.lohme.com)
Oder in nur 20 Minuten Autofahrt von der Naturbühne Ralswiek entfernt im Dorf Neddesitz, bei Sagard, direkt am Nationalpark Jasmund, eingebettet in die typische Boddenlandschaft finden Sportbegeisterte und Naturliebhaber ein idyllisches Domizil. Das Steigenberger Resort Hotel mit dem toll restaurierten Gutsherrenhaus, dem modernen Tagungs- und Ferienhotel, Ferienwohnungen und der Jasmund Therme mit Wellness-Angeboten. Besonders Kinder lieben es, hier auf der Riesenrutsche oder im Kinder-Club mit Gleichgesinnten, den Tag zu verbringen. (Telefon: 038302/95. Internet: www.ruegen.steigen-berger.de)
Rügen ist allemal eine Reise wert. Egal zu welcher Jahreszeit – hier findet jeder etwas. Eine vielfältige Landschaft, ein Wechselspiel zwischen Flach- und Hügelland, 900 Baudenkmale, 2000 Bodendenkmale, Theater, Festivals, Veranstaltungshöhepunkte wie die Störtebeker Festspiele. Aber auch Beschaulichkeit und Ruhe z. B. an den idyllischen Boddenbuchten. Mehr über die Insel  ihre Highlights und Gastgeber erfahren Sie bei der Tourismuszentrale Rügen GmbH Telefon: 03838  / 80 770 oder unter: www.ruegen.de.  Wer gern liest kann bei Marco Polo im 120 Seiten umfassenden Reiseführer “Rügen, Hiddensee, Stralsund “ einen Kurztripp mit Insider Tipps nachschlagen. Text und Fotos: P. und M. Gütte
Mit bequemen Bussen kann man von Berlin aus direkt nach Binz, Sellin, Baabe oder Göhren fahren. Der “Rügen-Express” von BerlinLinienBus fährt von April bis Oktober Mo,Sa.So 7.30 Uhr ab ZBB Berlin bzw. 14.15 Uhr ab Ostseebad Göhren.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.