Beginn der Legende Klaus Störtebeker

Nachdem Klaus von Alkun im Wettstreit mit Goedecke Michels am Ende eines Zweikampfes das Bier am schnellsten aus dem Becher durch die Kehle brachte, rief der „Altpirat“ dem jungen, um seine Liebste und sein Hab und Gut gebrachten von Alkun, sinngemäß zu: „Ich habe den richtigen Namen für Dich, Du stürzt den Becher, also nenn ich Dich Klaus Sturze-Becher!“

Mit dieser Namensgebung, der Geburtsstunde der Piratenlegende Klaus Störtebeker, hatte die 21. Staffel der Störtebeker-Festspiele im Juni 2013 auf der Naturbühne in Ralswieck ihren Höhepunkt.

Sich Abend für Abend erneut um die Gunst der meist über 8.000 Zuschauer zu bewerben, traten und schwangen sich mit dem Neuanfang der Staffel auch neue Akteure auf die Bühne, die Pferde und in die Kämpfe. Bastian Semm übernahm die Rolle von Sascha Gluth, Andreas Euler, die des Goedecke Michels und als neuer Regisseur überzeugte bereits Kai Maertens.

Presse, Rundfunk und Fernsehen berichteten einhellig positiv über die Premiere am 22. Juni 2013. Und so wird das Geschehen um den Piraten, bis er in der vierten Staffel wieder als Geköpfter an sieben seiner Männer vorbeiläuft, erneut Tausende Störtebeker-Festspielfreunde in den Bann ziehen.

Erpressung und Totschlag

Die Handlung spielt im Jahr 1391. Deutschland hat den Krieg gegen Dänemark verloren. Klaus Alkun, der Sohn eines verarmten Landadeligen, kommt in seine Heimat zurück. Das Anwesen seiner Familie ist hoch verschuldet – eine Lage, die der skrupellose Kaufmann Henning von Manteufel ausnutzen will, um das Gut an sich zu reißen. Dabei schreckt er vor Erpressung und Totschlag nicht zurück. Als Klaus von Alkun sich aufmacht, den Kaufmann in Wismar zur Rede zu stellen, lässt Manteufel das Gut der Alkuns überfallen. Alle Menschen werden zusammengetrieben, die Anlage wird niedergebrannt. Klaus trifft währenddessen in Wismar auf Goedeke Michels und erhält nach einem spannenden Zweikampf von ihm seinen Namen: Klaus Stürze-Becher, aus dem später Störtebeker wird.

Gottes Freund und der Welt Feind

Manteufel erfährt, dass der Vater von Alkun den Brandanschlag überlebt hat. Er lässt Ann-Marie, die Jugendliebe von Störtebeker, in Wismar verstecken um Störtebeker in die Stadt zu locken. Sie kommt bei einem Fluchtversuch ums Leben. Störtebeker, der den Tod seiner Geliebten miterleben musste, soll von Manteufel gehängt werden. Als Herzog Johann von Mecklenburg von den Ungerechtigkeiten erfährt, beschließt er, dass Störtebeker sein Gut zurückbekommen soll. Aber damit nicht genug: Klaus nimmt in einem Kampf auf Leben und Tod Rache an Manteufel. Trost kann dies Störtebeker aber nicht spenden: Alle, die er liebte, sind tot. Er beschließt, zusammen mit Goedeke Michels die Stadt zu verlassen und seinem alten Leben den Rücken zu kehren. Er fängt ein neues Leben auf See an – als „Gottes Freund und der Welt Feind“: Es ist der Beginn einer Legende.

Weitere Informationen: www.stoertebeker.de

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