Konsum Traditionen der Neuzeit angepasst

Berliner Genossenschaft führt modernes Rabattsystem ein. Schon in der Startphase akzeptieren 172 Partnerunternehmen von A wie Apotheke bis Z wie Zweiradcenter die KonsumCard.

Im Gegensatz zu anderen Rabattformen sammelt der Karteninhaber beim Konsum nicht Punkte oder Sachgewinne, sondern die Rabatte werden ihm in Euro und Cent auf ein persönliches “Sparkonto” gut geschrieben. Ab einem Wert von 15 Euro werden die Beträge automatisch auf das private Bankkonto des Karteninhabers überwiesen. Den aktuellen Kontostand kann man auch im Internet abfragen, sich im Detail anzeigen lassen, was man wo und wann gekauft hat und wie viel Gutschrift es dafür gab.
“Wir knüpfen mit der Einführung dieser Karte an die bewährten Konsumtraditionen an”, erklärte der Vorstandsvorsitzende der ca. 130.000 aktiven Mitglieder zählenden Berliner Familiengenossenschaft, Heinz Jäger, dazu am 27. Mai auf einer Pressekonferenz. “Jeder erinnert sich gern an die Konsummarke und die damit verbundene Ausschüttung am Jahresende. Diese Rückvergütung finanziert in vielen Familien die Weihnachtsgans.” Mit der Einführung der modernen KonsumCard werde die mehr als 100jährige Tradition des Sparens in der Genossenschaft wieder aufgenommen. Heute allerdings könnten durch den Einsatz der Karte je nach Art des Einkaufs monatlich bis zu 100 Euro und mehr gespart werden.
“Mit dieser Karte will die Genossenschaft ihren Mitgliedern aber nicht nur die Möglichkeit zum gemeinsamen Sparen und Verdienen eröffnen, sondern auch Chancen des gemeinsamen Erlebens schaffen”, ergänzte Vorstandsmitglied Hannelore Winter. So gehören auch Theater, Reiseveranstalter und Restaurants zu den Konsum-Partnern. Überdies organisiert die Genossenschaft monatlich Veranstaltungen für ihre Mitglieder, bei denen man sich zum Tanztee in der konsumeigenen Gaststätten Rübezahl” am Großen Müggelsee oder zur Exkursion in die Sektkellerei Rotkäppchen trifft. Allein für Busfahrten zur IGA nach Rostock lagen bis Ende Mai über 600 Anmeldungen vor. Die KonsumCard kann für eine Jahresgebühr von 14,50 Euro als Einkaufskarte genutzt werden. Sie ist derzeit keine Kreditkarte, fungiert also nicht zum Bezahlen. Alle Konsum-Partner verfügen über Lesegeräte, durch die die Karte nach dem Einkauf gezogen wird. Konsum Traditionen…
Der Betrag wird auf einem der Karte zugeordneten Sparkonto gut geschrieben. Ab einem Guthaben von 15,00 € wird der Bonus auf das private Bankkonto überwiesen. Das Mitglied bekommt zur Karte ein Heft, in dem knapp 180 Partner mit insgesamt 285 Geschäften und ihrem jeweiligen Bonusangebot aufgeführt sind. Erste Kartenbesitzer wurde auf der Pressekonferenz der Schauspieler Günter Schubert. Sein Kommentar: ”Damit kaufe ich mir ein Bier.” Der Krimidarsteller spricht auch die neue Radiowerbung.
Nach einer in letzter Zeit vorgenommen Neustrukturierung gehören heute zu KONSUM Berlin 13 Tochtergesellschaften. Darunter das Reiseunternehmen K-Tours, das Dorinthotel am Müggelsee, die Ausflugsgaststätte Rübezahl mit den Müggelsee-Terrassen und die neu gegründete Konsum + Markt AG. Seit 1995 wurden über 250 Millionen € in den Neu- und Umbau von Objekten investiert. Jüngstes Großvorhaben ist der Bau der Schlosspark-Pas-sage, eines Einkaufs und Dienstleistungscenters am S-Bahnhof Buch.   Rudolf Hempel

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