Zum MäuseTurm bei Bingen am Rhein

Das Wahrzeichen von Bingen ist der Mäuseturm, der vor dem Ort auf einer kleinen Insel im Rhein steht. Angeblich wurde dort im 10. Jahrhunderrt der grausame Bischof Hatto zur Strafe von Mäusen gefressen.
Das ist aber eine eher unwahrscheinliche Geschichte, denn der alte kurmainzische Zollturm läuft bei jedem Hochwasser voll und Mäuseansammlungen hätten auf Dauer gar keine Chance. Die wahre Geschichte von Bingen reicht jedoch ziemlich weit zurück. Die Kelten lebten hier, ehe die Römer kamen und 11 v. Chr. das Castellum Binginum errichteten. Beim ersten Anstrum der Alemannen  hielt es jedoch nicht stand. Kaiser Otto II. schenkte das Anwesen schließlich dem erzbischöflichen Kurfürsten von Mainz, heute gehört es zu Rheinland-Pfalz. Aus der bewegten Vergangenheit blieben die Burg Klopp und die karolingische Basilika St. Martin mit einer sehenswerten Innenausstattung erhalten. Hoch über den Rebenhängen dominiert außerdem die St. Rochuskapelle, eine Gedächtnisstätte auch für die berühmte Äbtissin Hildegard. Nach der Säkularisierung ihrer Klöster in Bingen und Eibingen brachte man Altäre, Bilder und Reliquien in die St. Rochuskapelle, die nach der Zerstörung in den Wirren der französischen Revolution bald wiedererrichtet und 1814 im Beisein von Johann Wolfgang von Goethe erneut geweiht worden ist. Kapelle und Kloster Eibingen gehören heute ebenfalls zu den Sehenswürdigkeiten von Bingen. Mehr darüber erfährt man auch bei einem Besuch im Historischen Museum von Bingen, das 1998 im ehemaligen Elektrizitätswerk eingerichtet worden ist. Immense Bedeutung hat Bingen freilich als Weinbauzentrum. Einmal treffen hier vier bedeutende Weinbaugebiete von Rheinhessen, Rheingau, Mittelrhein und Nahetal zusammen, zum anderen haben sich hier zahlreiche Winzer niedergelassen, in deren Weinkellern man zu jeder Jahreszeit an Weinverkostungen teilnehmen kann. Darüberhinaus bietet sich Bingen als Start und Ziel für Touren in die vier Weinzentren, für Schiffsausflüge, Burgen- oder Abendfahrten auf dem Rhein mit Tanz und Musik an. Wer in der Umgebung wandern will, dem sei der “Erlebnispfad Binger Wald” oder der “Binger Weinlehrpfad” empfohlen. Die Touristinformation am Rheinkai 21 ist der ideale Ausgangspunkt für Unternehmungen in und um Bingen. Hier bekommt man auch Zimmer in Hotels, Pensionen oder eine der zahlreichen Ferienwohnungen vermittelt. Einige “Reisepakete fix und fertig” sind bereits versandfertig, so der “Binger Fahradspaß” oder das “Motorradwochenende” mit 2 Ü/F und mehreren Ausflugstipps ab 81 € oder “Romantik am Rhein”, 3 Ü / F, Schiffsausflug zur Loreley, Besuch von Burg Rheinstein, Picknickkorb und Candle-light-Dinner ab 246 €.
H. Krumbholz
Infos: Tourist-Information Bingen: Telefon: 06 721 184 205 + 206, Fax: 16275;  tourist-information@-bingen.de

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