Sperrgebiet offen

ehem Sperrgebiet

Voll entbrannt ist die öffentliche Diskussion um die Kennzeichnung des ehemaligen MfS-Sperrgebietes Hohenschönhausen.

Sollen die Orte der Geschichte im öffentlichen Straßenland für alle Berliner und deren Gäste als Orte der kommunistischen Diktatur gekennzeichnet werden, wie Gedenkstättendirektor Dr. Hubertus Knabe vorschlägt? Oder werden die Infotafeln geschichtliche Ereignisse und Orte sachlich beschreiben? Der Lichtenberger Kulturausschuss will letzteres offen- und damit an den Ergebnissen eines halben Jahres demokratischer Meinungsbildung festhalten. CDU, SPD, FDP, kündigen diesen bisher mitgetragenen Kurs jetzt auf, assistiert von dem derzeit in der BVV nicht vertretenen Bündnis 90. Sie verlangen die sofortige Aufstellung der Tafeln mit den KnabeTexten.. Die Linkspartei.PDS bleibt „unerpressbar“, wie es in einer ihrer letzten Verlautbarungen heißt. „Natürlich war die DDR eine Diktatur“, sagt der Fraktionsvorsitzender Dr. Bernd Ihme, „aber sie lässt sich nicht darauf reduzieren. Und auf den Tafeln soll der Eindruck erweckt werden als würde sie mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt.“ Die Linkspartei wirbt für die Fortsetzung des demokratischen Meinungsbildungsprozesses über die Informationstafeln im öffentlichen Straßenland .
Bei Redaktionsschluß war der Ausgang der Auseinandersetzung in der 26. Tagung der BVV noch nicht bekannt. Auch die Bürgervertretung der Anrainer des Territoriums „Am Wachturm“ hat ihr Mitsprachrecht schon eingefordert. KHS

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