Ooch det is Berlin…

Das 10. Berliner Kinderfestival, die Magic-Weltmeisterschaften, das zweistündige Abba-Konzert, die neuen Straußenkinder im Tierpark, in Aussicht gestellte Höhepunkte im Friedrichstadtpalast und Chamäleon sind nur einige Ereignisse dieser Tage über die in Berlin, im Kiez geredet, geurteilt oder sogar geschwärmt wird.
In der vorliegenden Ausgabe berichten bzw. informieren wir darüber. An zwei dieser Ereignisse habe ich persönlich teilgenommen. Die erste in Deutschland stattgefundene Magic-WM und das Abba-Konzert, beide erlebte ich in Deutschlands größtem Hotelkomplex, dem Estrel in Neukölln. Beide Veranstaltungen hatten etwas gemeinsam, sie führten Menschen zusammen, die sich für eine ganz spezielle Sache begeistern. Für die Magic-Freunde waren es die Sammel- und Spielleidenschaft mit fantastischen Karten und für die Abba-Freunde die Musik der in den 70er Jahren erfolgreichsten schwedischen Popgruppe. Die Fans beider Veranstaltungen unterschieden sich in Pkto. Alter und in der nationalen Zusammensetzung.
Die Magic-Fans waren die Jüngeren und kamen aus 54 Staaten. Zu den Abba-Fans bekannten sich viele Berliner und vorwiegend Weiblein und Männlein aus deutschsprachigen Gebieten, sie waren in der Mehrzahl mittleren Alters.
Weil die beiden hier hervorgehobenen Events im Estrel stattfanden muss ich noch ein paar andere Überlegungen weitergeben. Es war vor nunmehr fast zwölf Jahren, als das Estrel-Richtfest gefeiert wurde. Damals war der Bauherr, Ekkehard Streletzki guter Dinge, als er den Richtfestgästen zu prostete. Nur ein paar Jahre später saßen wir Journalisten wieder im schon gut funktionierenden Estrel und hörten die Ankündigung, dass es demnächst ein Festival-Center geben wird in dem begabte Doppelgänger im perfekten Las Vegas Stil die “Stars in Concert” darbieten werden. Ekkehard Streletzki, die heute geschäftsführende Direktorin, Ute Jacobs und Produzent Bernhard Kurz fragten damals im vertrauten Kreis: Ob`s was wird? Einige zuckten mit den Schultern, andere meinten “abwarten”. Ich sagte offen, dass unserer Stadt ein ganz neues, originelles, kulturelles Angebot gut tue. Heute, im neunten Jahr nach dem Richtfest und im sechsten Jahr der Doppelgängershows ist es angebracht mal zu resümieren: Da haben sich Leute zusammengetan, haben mit viel Optimismus, neuen Ideen und einem oft nicht ganz kleinen Risiko etwas, im täglichen Berliner Leben nun schon zur Normalität Gehörendes, aufgebaut. Zig-tausende Menschen unterschiedlichster Nationalitäten und Weltanschauungen, verschiedenster Hobbys und Professionen, aller Altersgruppen und Bildungsgrade treffen sich immer wieder hier und dokumentieren: “ooch det is Berlin in diesen Tagen”.
Das meint Ihr Kiezreporter

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