Neue Impulse für die „Distel“

Distel Manager

Der Berliner Kabarettist Frank Lüdecke tritt als  künstleri­scher Leiter die Nachfolge von Peter Ensikat an

Wer zu den „Distel“-Stammgästen zählt und Programm Nr. 110 „Zwi­schen den Polen“ (BLN berichtete) sah, wer die ARD bemüht, um sich über das permanent Satirische in dieser vermeintlich heilen deutschen Welt in Kenntnis zu setzen, dem ist Frank Lüdecke als Tex­ter/Inszenator bzw. als leibhaftiger „Scheibenwischer“ oder „Zebralla“-Partner von Dieter Hallervorden schon einmal in persona begegnet.
Der heute in Kleinmachnow wohnhafte 44jährige gebürtige Charlot­tenburger gründete zur Abi-Feier das Kabarett „Phrasenmäher“ und begann damit eine satirische Karriere, die in Deutschland ihresglei­chen sucht. Mit Programmen wie „Faire Verlierer“, „Der Nullbli­cker“, „Bilanz“, „kopfüber“ und eben der 12-teiligen TV-Serie „Zebralla“ sowie den Gastspielen bei den „Wühlmäusen“, dem „Düs­seldorfer Kom(m)ödchen“ und der „Lach-und Schießgesellschaft“ weist er ein künstlerisches Vermögen nach, das in den Medien mit Wertungen wie „rhetorisch brillant“, „hochintelligent“, witzig“, „spannend“ und „extrem unterhaltsam“ versehen wird.
Wenn Frank Lüdecke, der im März 06 mit einem vorerst auf drei Jahre datierten „freien“ Vertrag die Nachfolge der Distel-Legende Ensikat antrat, auch nur annähernd produktiv und kollektivfördernd als künst­lerischer Sinngeber wirksam wird, dann braucht uns um die Zukunft des Kabaretts nicht bange zu sein. Lüdecke zählt die „Distel“ zu den führenden deutschen Häusern. Er will mit organisatorischen, personel­len und inhaltlichen Impulsen dazu beitragen, selbiges zu öffnen, neue Akzente, wenn möglich auch mit Fernsehpräsenz, zu setzen, ohne die bewährten Pfade ganz zu verlassen.
Zwei neue Kräfte (Schauspieler aus Köln) werden zur nächsten Pre­miere Ende Mai das Team verstärken. Er selbst gibt schon am 1. April (18 und 21 Uhr) mit dem Sterbegesang für die Deutschen „Elite für alle!“ Kostproben seines Könnens. In einem Haus, das laut Geschäfts­führer Norbert Dahnke, bis zum Jahr 2010 mietvertraglich gesichert ist und sich demnächst – gemeinsam mit dem in der  Wiederauferstehung befindlichen „Metropol“- Theater – auch öffentlich präsentieren will. Rudolf Hempel

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