Info-Tag im KONSUM Berlin

Nächstes Ziel: Rücknahme des vorläufigen Insolvenzantrages innerhalb der kommenden  vier Wochen

Mitglieder und Interessierte sind für Sonnabend, den 17. Januar von 10-16 Uhr in die Konsum-Zentrale Josef-Orlopp-Straße 32-36 in Berlin-Lichtenberg eingeladen. Dort haben sie Gelegenheit, sich bei der neu gegründeten Initiative “GbR zur Rettung des Konsum Berlin mbH” über die aktuelle Lage zu informieren.
“Es ist nach wie vor geplant, den vor drei Monaten gestellten Insolvenzantrag der weit über 100.000 Mitglieder zählenden Konsumgenossenschaft Berlin und Umgegend eG. zurückzunehmen”, definiert Wolfgang Rössel als Sprecher der Mitgliederinitiative den Berliner LOKALNACHRICHTEN gegenüber das Ziel der Aktivitäten. Die GbR wird dazu in enger Kooperation mit Vorstand, Aufsichtsrat und Vertretern über die aktuelle Lage informieren.
Wichtig sei, in diesem Zusammenhang die Aufklärung darüber, welchen Beitrag die Mitglieder selbst zur Rettung ihrer Einlagen, die bei insgesamt rund 57 Millionen Euro liegen, leisten können. “In den Sprechstunden, die drei mal wöchentlich stattfinden, mussten dazu zahlreiche Fragen zum Prozedere der finanziellen Unterstützung und den juristischen Details beantwortet werden”, so Wolfgang Rössel-
Der Vorstand informiert über die Beschlüsse der letzten Vertreterversammlung und das Geschäftsjahr 2002, dessen Bilanz im Dezember endlich vorgelegt werden konnte. Ein Schwerpunkt von gleicher Bedeutung ist die Sanierung des Konsum. Der Verkauf des Dorint Hotelkomplexes am Müggelsee und die damit verbundene Entschuldung von 21,7 Millionen Euro sowie der Reisebürokette K-Tours an Wörlitz Tourist, aber auch die Abgabe der Tautpassage zum Jahresende 2003 und der Verkauf weiterer Immobilien aus dem Fundus von insgesamt über 100 Objekten stehen hier auf der Positiv-Seite. “Der Verkauf von Verlustbringern bedeutet keineswegs den Ausverkauf der Genossenschaft”, erklärt Vorstandsmitglied Heiderose Reimer. Beim Konsum Berlin werden eine große Anzahl an Immobilien verbleiben, die werthaltig sind. Darüber hinaus soll der Mitgliederförderung wieder ein dem Genossenschaftsgedanken entsprechendes größerer Augenmerk gewidmet werden. Hier ist für Anfang April der Start zu neuen Aktivitäten geplant.
Der erste Tag der offenen Tür Ende November hatte großen Anklang gefunden. Innerhalb kürzester Zeit konnte die GbR das tausendste Mitglied begrüßen. Seit Weihnachten werden täglich rund 150 neue Unterstützer registriert. Vorstand und Insolvenzverwalter Dr. Wolfgang Schröder sind optimistisch. Sie streben an, den vorläufigen Insolvenzantrag in den kommenden vier Wochen zurück zunehmen.                Rudolf Hempel

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