Grossbaustelle gibt Bernsteinschätze frei

Die Gold- und Silberschmiede-Innung Berlin hat wie in jedem Jahr einen Wettbewerb für ihre Auszubildenden durchgeführt, der unter dem Motto “Berliner Bernstein” stand. Bernstein erfährt gegenwärtig eine Renaissance, verarbeitet sowohl in Schmuckstücken als auch in Ziergegenständen.

Erst vor einigen Monaten wurde eine Nachbildung des verschollenen legendären Bernsteinzimmers der Öffentlichkeit vorgestellt. Bernstein löst sich zunehmend von seinem Image als “Old-Fashion-Schmuckstein für ältere Damen” und überrascht als ein geeignetes Material für aktuell-modische Schmuckstücke.
Kaum bekannt ist die Tatsache, dass auch heute noch mitten in Berlin Bernstein gefunden wird. Die sehr interessanten Bernstein-Funde aus der Kiesgrube in Berlin-Gatow waren nicht nur die Materialgrundlage, sondern auch Inspiration für das Motto des Wettbewerbs 2003 für die Auszubildenden der Gold- und Silberschmiede-Innung Berlin. Von Harz umschlossene Insekten im Bernstein haben die Fantasie einiger Auszubildender deutlich angeregt. Andere Wettbewerbsteilnehmer haben in ihren Arbeiten originelle Verbindungen vom Bernstein zu seinem Fundort Berlin hergestellt. Die enge thematische Verbindung dieses Wettbewerbes mit der Berliner Geschichte hat die Stiftung Stadtmuseum Berlin veranlasst, die 25 eingereichten Schmuckstücke zusammen mit einigen Exponaten aus den Sammlungen des Museums und privaten Leihgaben in dieser Sonderausstellung im Ephraim-Palais zu zeigen.
Insgesamt werden über 100 Exponate, bestehend aus geologischen Funden, Fotos, Zeichnungen und Schmuckstücken sowie anderen Objekten aus Bernstein präsentiert. Die Geschichte des Berliner Bernsteins, markante Fundorte und kunsthandwerkliche Bernsteinerzeugnisse aus vergangenen Epochen werden hier zusammen mit den jüngsten Goldschmiedearbeiten aus Berlin, die gleichzeitig Einblicke in eine innovative Schmuckgestaltung geben, vorgestellt.
Sonderausstellung: 16. Januar 2004 bis 29. Februar 2004. Dieses Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Herrn Klaus Wowereit.
Anja Schulze

MUSEUM EPHRAIM-PALAIS | Stadtmuseum Berlin Poststraße 16 | 10178 Berlin | Tel. (030) 24002-121 | Verkehrsverbindungen: S+U-Bahn Alexanderplatz oder U-Bahn Klosterstraße, Märkisches Museum; Bus 142, 147, TXL, Tram 2, 3, 4, 5, 6 Öffnungszeiten: tägl. außer montags 10-18 Uhr | Eintritt: 3,–/erm. 1,50 EUR; Mittwoch frei; Verbundkarte gilt für alle drei Häuser der Stiftung Stadtmuseum Berlin im Nikolaiviertel: 5,– /erm 3,00 EUR.

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