Immer mehr Tagesgäste kommen in unsere Stadt.

BTM-Chef Nerger

Babylonisches Sprachengewirr am Potsdamer Platz, klickende Fotoapparate vor dem Brandenburger Tor, verschiedene Dialekte in den Cafes auf der Straße Unter den Linden – in diesen Tagen ist im Stadtbild deutlich wahrnehmbar, dass Berlin eine Touristenmetropole ist.Die Übernachtungsstatistik für das Jahr 2004 hat den Anstieg der Gästezahlen in den hauptstädtischen Beherbergungsbetrieben eindrucksvoll belegt. Sie wies mit 5,92 Millionen Hotelgästen sowie 13,26 Millionen Übernachtungen deutliche Zuwächse von 18,8 Prozent bzw. 16,1 Prozent aus.
Zugenommen hat im vergangenen Jahr allerdings nicht nur die Zahl der Übernachtungsgäste: Wie eine aktuelle Studie des dwif, erstellt im Rahmen einer bundesweiten Untersuchung, bestätigt, erfreut sich Berlin auch bei Tagesreisenden steigender Beliebtheit. Nach Angaben des Institutes empfing die deutsche Hauptstadt im Jahr 2004 etwa 97,4 Millionen Tagesausflügler und mehr als 25,6 Millionen Tagesgeschäftsreisende – das entspricht einem Gesamtvolumen von 123 Millionen Tagesgästen.
“Die Studie belegt, dass der Tagestourismus eine bedeutende ökonomische Größe im Berlin-Tourismus ist, die ein erhebliches Potential in sich birgt,” kommentiert Hanns Peter Nerger, Geschäftsführer der Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM). “Insbesondere der Berliner Einzelhandel, die kulturellen Einrichtungen sowie die Gastronomie profitieren von diesem Gästeaufkommen, das in den vergangenen zehn Jahren um 64 Prozent gewachsen ist.”
Zu den wichtigsten Aktivitäten der Tagesausflügler in der deutschen Hauptstadt zählen – laut dwif-Studie – Veranstaltungsbesuche, Shoppingtouren und die Besichtigung von Sehenswürdigkeiten. Knapp jeder fünfte Tagesbesucher (18,3 Prozent) besucht in Berlin einen speziellen Event. Bei diesen Veranstaltungen stehen kulturelle Erlebnisse, wie der Besuch eines Theaters, Konzertes, einer Oper oder eines Musicals, mit einem Anteil von 31 Prozent an erster Stelle. Damit liegt Berlin deutlich über dem Bundesdurchschnitt, der in diesem Bereich nur 20 Prozent misst. An zweiter und dritter Stelle folgen Kinobesuche (25%) sowie der Bummel über Volksfeste und Jahrmärkte (10%).
Sehenswürdigkeiten stehen mit einem Anteil von 15,7 Prozent ebenfalls häufig auf dem Programm der Berlin-Ausflügler. Mit 43 Prozent spielen die hauptstädtischen Museen und Ausstellungen die wichtigste Rolle in diesem Segment, eine Angabe, mit der sich die Spreemetropole ebenfalls deutlich vom Bundestrend abhebt (29 %). Darauf folgen mit 32 Prozent Kirchen, Schlösser und Denkmäler. Zoo und Tierpark sind bei rund 14 Prozent der Besucher besonders beliebt
“Diese Kennzahlen zeigen, dass gerade das unvergleichliche kulturelle Angebot Berlins eine wichtige Reisemotivation darstellt – für Tagesbesucher ebenso wie für Übernachtungsgäste. Die Kulturlandschaft der Hauptstadt mit ihren drei Opernhäusern, 135 Bühnen und etwa 175 Museen wird von den Besuchern der Stadt überdurchschnittlich hoch geschätzt”, so Hanns Peter Nerger.                BTM

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