Schall ist nicht Ultraschall: Der Unterschied zwischen beiden Zahnbürsten-Technologien

Foto: Can Emekci
Foto: Can Emekci

Zahnexperten empfehlen, die Zähne zweimal täglich drei Minuten lang zu putzen und dabei alle Zahnoberflächen gründlich zu reinigen. Unzureichendes Zähneputzen kann zu diversen Zahn- und Zahnfleischerkrankungen führen.

Eine der besten Möglichkeiten, um sicherzustellen, dass die Zähne die tägliche Reinigung erhalten, ist die Verwendung einer Ultraschall- oder Schallzahnbürste.

Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, dass dazwischen ein großer Unterschied besteht. Wie unterscheiden sich die Technologien voneinander? Was macht sie besonders? Und welche Zahnbürsten-Technologie ist die bessere?

Ultraschallzahnbürste vs. Schallzahnbürste

Schallzahnbürsten und Ultraschallzahnbürsten werden oft miteinander verwechselt. Wenngleich es sich bei beiden Modellen um elektrische Zahnbürsten handelt, bestehen dennoch wesentliche Unterschiede.

Während oszillierende- und Schallzahnbürsten in der Minute etwa 9.000-40.000-mal mechanische Bewegungen ausführen, führen Ultraschallzahnbürsten etwa 96 Millionen Ultraschallschwingungen pro Minute aus.

Des Weiteren können Schallzahnbürsten mit einer normalen Zahncreme verwendet werden, Ultraschallzahnbürste benötigen hingegen eine spezielle Zahncreme. Diese wird auf die Zähne aufgetragen und anschließend mit dem Bürstenkopf für 6 Sekunden ohne Druck gereinigt.

Entwicklungsgeschichte

Es war Dr. Philippe Woog, der 1939 die erste elektrische Zahnbürste erfunden hat. 20 Jahre später wurde sie in die Vereinigten Staaten verbracht und im Folgejahr in Masse produziert. Nun dauerte es noch fast 30 Jahre, bis die klassische elektrische Zahnbürste für die Verwendung zu Hause hergestellt wurde.

Aufgrund wachsender Beliebtheit haben sich die Technologien im Laufe der Jahre immens entwickelt. Forschungsstudien haben erwiesen, dass elektrische Zahnbürsten deutlich effektiver reinigen als manuelle Handzahnbürsten.

Für wen eignet sich welche Zahnbürste?

Die elektrische Zahnbürste eignet sich für all jene, die die tägliche Zahnpflege mit der Handzahnbürste satthaben.

Schallzahnbürsten sind für Menschen geeignet, die ihre Zähne zügig reinigen wollen. Drückt man mit der elektrischen Zahnbürste nicht zu fest auf die Zähne, kann der ungewollte Biofilm entfernt werden. Bei zu starkem Druck besteht die Gefahr, den Zahnschmelz abzutragen, welcher den Zahn vor äußeren Einwirkungen schützt. Schallzahnbürsten reinigen die Zahnoberfläche zerkratzend und scheuernd.

Ultraschallzahnbürsten hingegen reinigen die Zähne, ohne die Oberflächen zu beschädigen. Sie eignen sich besonders für Menschen mit empfindlichem Zahnfleisch, für Zahnspangen- oder Implantatträger. Auch für diejenigen, die sich nicht selbst die Zähne putzen können, und die ihren Zahnschmelz nicht versehentlich abtragen wollen, ist diese Technik sinnvoll. Da sich der Bürstenkopf nicht bewegt, besteht keine Gefahr, den Zahnschmelz zu beschädigen.

Eine Ultraschallzahnbürste, zu vergleichen mit einem Hochdruck-Staubsauger für die Zähne, ist demnach grundsätzlich für alle geeignet, die ihre Zähne schonend reinigen wollen.

Über den Autor

Can Emekci ist COO der EMAG AG. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung, Herstellung sowie den Vertrieb von Ultraschallgeräten und Zubehör für Nagelmodellage spezialisiert. Die EMAG AG besitzt eine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung und hat u. a. ihr Ultraschallgerät zur Mikro-Zahnreinigung patentieren lassen. Mehr Informationen unter www.emmi-dent.de

Bildnachweis: Foto: Can Emekci/EMAG AG

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