Platz der Luftbrücke: Umbau kostet 16 Mio. Euro

Blick auf den neu gestalteten Platz der Luftbrücke / Bruun & Möllers, Grün Berlin
Blick auf den neu gestalteten Platz der Luftbrücke / Bruun & Möllers, Grün Berlin

Die Grün Berlin Stiftung hat über den aktuellen Stand der Neuplanungen am Platz der Luftbrücke informiert. Nach Abschluss des umfangreichen Beteiligungsverfahrens schreitet die Realisierung der westlichen Teilbereiche Manfred-von-Richthofen-Straße, Quartiersplatz und Piazza weiter voran. Neben umweltfreundlicher Mobilität und der Umwandlung von Straßen und versiegelten Flächen zu grünen Aufenthaltsräumen spielen beim Umbau Maßnahmen zur Klimaresilienz eine zentrale Rolle.

Kühlung des Mikroklimas und Entlastung der Kanalisation

Aktuell ist der Platz der Luftbrücke ein stark genutzter Verkehrsknotenpunkt zwischen den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Tempelhof-Schöneberg. Um den vielfältigen Herausforderungen in einer wachsenden Stadt zu begegnen und die unterschiedlichen Ansprüche an den Platz zu vereinen, wird das Areal in den kommenden Jahren zu einem zusammenhängenden und lebenswerten Stadtraum umgestaltet, der gleichzeitig auf die Folgen des Klimawandels reagiert.

Der künftige Quartiersplatz und die an der Manfred-von-Richthofen-Straße verortete Piazza werden beispielsweise so gestaltet, dass der Niederschlag bei Starkregenereignissen temporär auf sogenannten Retentionsflächen zurückgehalten wird und damit einen Beitrag zum Überflutungsschutz liefert. Die gezielte Rückhaltung und Ableitung des Regenwassers begünstigt das Wachstum der Pflanzen und sorgt für ein kühleres Mikroklima. Darüber hinaus trägt ein Mulden-Rigolen-System, das entlang der Manfred von Richthofen Straße eingesetzt wird, zur Entlastung der Kanalisation bei. Versickerungsanlagen dieser Art können größere Wassermengen aufnehmen, unterirdisch speichern und zeitverzögert wieder in den Boden abgeben. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag für das Grundwasser.

Baumaßnahmen ab Anfang 2025

Aufgrund von räumlichen, baulogistischen und zeitlichen Abhängigkeiten zum Stadtprojekt Tempelhofer Damm werden die Bauarbeiten für die Umgestaltung der westlichen Teilbereiche frühestens Anfang 2025 starten. Für die Umgestaltung des Platzes der Luftbrücke werden 16 Millionen Euro aus Steuermitteln aufgewendet.

Bilder: Bruun & Möllers, Grün Berlin

Dieser Inhalt ist nur für registrierte Nutzer sichtbar. Wenn Sie sich bereits registriert haben, melden Sie sich bitte an. Neue Nutzer können sich weiter unten registrieren.

Anmelden

achtzehn − 14 =