Das Tempelhofer Feld bleibt vorerst frei

Weitblick über das Tempelhofer Flugfeld (Foto: Tust)

Die Freifläche deseinstigen Flughafens in Tempelhof-Schöneberg ist begehrt. Auf einer Standortkonferenz am 6. März auf dem Gelände prallten die verschiedensten Ansprüche an die Gebäude und die Freifläche aufeinander.

„Wenn wir bis zur Europawahl warten, dann ist das Feld weg.“, sagt Hermann Barges,  Anwohner und Mitinitiator der Bürgerinitiative „100 Prozent Tempelhofer Feld“. Diese  drängt auf die Behandlung des Volksbegehrens im Abgeordnetenhaus. Ende 2012 startete die Initiative mit dem Sammeln von Unterschriften für ein neues Begehren. Etwa 35.000 Unterschriften seien inzwischen gesammelt.

Volksbegehren

Noch stehe nichts fest, so Hermann Barges. „Das Feld bleibt frei.“, prognostiziert er. Bevor das Abgeordnetenhaus sich mit dem Volksbegehren auseinandersetzt, muss die Bürgerinitiative noch mehrere Formfehler korrigieren. Ist das getan, entscheiden die Abgeordneten, ob sie auf die Forderungen der Initiative eingehen und es zum Volksentscheid kommt. Geht es nach dem Berliner Senat, würde auf dem Grundstück im südwestlichen Bereich ein Neubau der Zentral- und Landesbibliothek entstehen. Bis Ende März soll dazu eine Abschätzung der Kosten vorgelegt werden. Zudem soll ein Teil der Fläche an InvestorInnen für tausende neue Wohnungen gehen.

Viele Ideen

In den angrenzenden Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln gibt es einen Mangel an Raum für Sport. Auf einem Teil der Freifläche soll im Sinne des Senats daher auch künftig Sport stattfinden.
Weitere Ideen sind der Bau einer Autobahnbrücke im südlichen Teil, ein neuer Omnibusbahnhof für die Stadt, ein neuer S-Bahnhof, ein Vergnügungspark sowie ein Einkaufszentrum in der ehemaligen Haupthalle des Flughafens.
Auf der Veranstaltung „Stadtwerkstatt“ am 9. März von 12 bis 18 Uhr in der Alten Zollgarage am Columbiadamm geht die Diskussion um die Nutzung weiter. Derzeit ist die Freifläche des ehemaligen Flughafens für die Öffentlichkeit tagsüber zugänglich. Die städtischen Unternehmen Grün Berlin GmbH und Tempelhof Projekt GmbH entwickeln die Fläche mit dem Projekt „Tempelhofer Freiheit“ als Park.
BerlinerInnen nutzen das Tempelhofer Feld von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang zum Picknicken, Joggen, Skaten, Spazieren, Gärtnern oder freien anderen Anlässen. Ob das Feld frei bleibt, entscheiden sie.

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