Serau-Bock Saki versteht sich prächtig mit Izumi

Als vor vier Jahren das Zuchtmännchen des Berliner Serau-Bestandes starb, schwanden Monat für Monat die Hoffnungen, die äußerst seltene japanische Tierart auf dem europäischen Kontinent zu erhalten.

Es ließ sich für die verbleibenden zwei Weibchen, „Akita“ (geb. 1998) und Izumi (geb. 2006), kein Partner finden und die Zucht kam auch in den wenigen anderen Haltungen auf dem Kontinent zum Erliegen.

Nun keimt in Berlin wieder Hoffnung auf; denn aus dem Zoo in Magdeburg konnte das einzige in Europa verfügbare Männchen bis zum Dezember, dem Ende der Deckperiode, ausgeliehen werden. Der Magdeburger Zoo hatte den  dreijährigen Bock „Saki“ 2012 aus Los Angeles importiert. Dass er zeugungsfähig ist, konnte er mit seiner Partnerin in Magdeburg bereits beweisen. Doch leider verliefen deren Trächtigkeiten bislang unglücklich.

Im Berliner Zoo wurde „Saki“ sogleich mit „Izumi“, dem letzten hier geborenen Serauweibchen, vergesellschaftet. Beide verstehen sich bestens.

Japanische Seraus werden seit 1986 im Berliner Zoo gehalten. Die erste erfolgreiche Aufzucht gelang 1997. Nicht nur in Zoologischen Gärten sind sie eine Rarität. Auch in ihrer Heimat hat man die Tiere seit 1955 unter Schutz gestellt, um die Tierart, deren Bestände sich seitdem erholt haben, für die Nachwelt zu erhalten. Die der Ziegenverwandtschaft zuzuordnenden Seraus werden wegen ihres dichten, im Winter langen Fells auch als Wollhaargämsen bezeichnet. Ganz nahe verwandt mit der eigentlichen Gämse, die ihrerseits sehr viel geselliger ist, sind sie allerdings nicht.

Dr. Ragnar Kühne

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