Geschafft: Love Parade 2003

Dr. Motte – der “Erfinder” der Love Parade – träumte noch vor ihren Start am 12. Juli von 800.000 Teilnehmern. Und der Veranstalter setzte die Teilnahme von 700.000 Techno-Jüngern als magische Zahl, von der die Zukunft des weltgrößten Spektakels dieser Art abhängen würde.
Nun – die 15. Love Parade 2003 mit dem Motto “Love Rules” ist vorüber, richtiger: geschafft. Und das Ziel ist nicht erreicht: “Nur” 500.000 kamen, um dem spektakulären Ereignis beizuwohnen – 250.000 weniger als im Vorjahr. Erhebt sich die Frage, ob die Techno-Zeit ihr Zenit durchschritten hat? Denn auch die Tänzer auf den 30 Wagen bedurften einer ziemlichen langen Anlaufzeit, bevor sie ihrer eigentlichen Aufgabe – die Massen anzuheizen – gerecht wurden.
Nutznießer aus der Sicht des Hoteliers waren diesmal zuerst die BackPacker Hostels, die bis auf das letzte Bett gefüllt waren (immerhin sind das mittlerweile über 5.000 Betten). Doch auch die anderen Hotels konnten recht zufrieden sein. Denn für sie blieben noch genug Raver übrig. Allerdings – so voll wie vor drei Jahren, als man etwa 1,5 Millionen Techno-Freaks in Berlin zu Gast hatte – waren die Herbergen in diesem Jahr nicht.
Letzten Endes aber  waren die Techno-Jünger zufrieden und konnten einmal wieder so richtig abtanzen. Und sie freuen sich schon wieder auf das nächste Mal. Und das kommt hoffentlich wieder. Trotz (oder gerade wegen) der “nur” 500.000. Ein Event, das auch in Zukunft der Metropole Berlin gut zu Gesicht stehen wird. Nimmt man den Karneval der Kulturen der Welt und den CSD hinzu – so ist das insgesamt keine so schlechte Ausbeute (zusammen über 1,5 Millionen Teilnehmer und Besucher). Und Berlin hat sich einmal mehr als ein attraktives Reiseziel erwiesen. Also: Grüßen wir die Teilnehmer der 16. Love Parade 2004.

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