Dritte Niederlage im dritten Spiel

Die Berlin Adler gegen die Kiel Baltic Hurricanes

Das GFL-Team der Berlin Adler bleibt 2013 in der höchsten deutschen Spielklasse weiter sieglos. Denkbar knapp mit 24:30 unterliegt die Mannschaft am Sonntag den 19.05. 2013 bei den Kiel Baltic Hurricanes.

Zuerst in Ballbesitz erwischten die Schwarz-Gelben beim Vizemeister einen guten Start. Die erste Angriffssequenz endete an dessen 13-Vard-Line mit einem Fieldgoalversuch, den Justin Sterz souverän verwandelte. Kurz danach erkämpften sich die Adler erneut das Angriffsrecht und gaben dieses erst nach Erreichen der gegnerischen Endzone ab. Quarterback Kevin Ramay passte maßgerecht auf Conrad Meadows, nicht das erste und nicht das letzte Mal an diesem Sonntag. Der Pass über 5 Yards und der anschließende PAT, wieder erzielt von Justin Sterz, bedeuteten die 10:0 Führung.

Diese hielt aber nicht sehr lange. Zunächst war es der QB der Gastgeber, der mit dem Ball in der Hand über 58 Yards durch die Reihen der Adler marschierte und den Anschluss erzielte. Nach einem missglückten Puntversuch sah es kurz danach so aus, als könnten die Adler, wieder in Ballbesitz gelangt, weiter punkten – aber eine Interception brachte die Gastgeber kurz vor der Redzone der Gäste erneut in Ballbesitz. Diesmal war es der Running Back, der den Ball über 19 Yards in die Endzone der Adler brachte. Die 14:10 Führung wurde mit einem Fieldgoal auf 17:10 ausgebaut und mit dieser Führung und anschließendem Ballbesitz ging es in die Halbzeit.

Im dritten Spielabschnitt konnte der letztjährige Endspielteilnehmer anfangs nicht weiter punkten, erhielt aber kurz nach seiner vergebenen Fieldgoalmöglichkeit erneut den Ball. Ein Personal Foul der Adler, leider nicht das erste und auch nicht das letzte, brachte den Angriff der Canes bis auf 52 Yards an die Goalline der Adler heran und wieder war es der Spielführer der Grünen, der diese Distanz mit einem Mal überwand. Ein Pass auf Marcial Williamson erhöhte den Vorsprung der Kieler auf zwei Scores.

Von diesem Rückstand ließen sich die Adler aber nicht schocken und kämpften sich Stück für Stück wieder in das Spiel zurück. Erneut war es Conrad Meadows, der sich auf die Anzeigetafel brachte. Mit nur noch sieben Punkten Vorsprung für die Gastgeber wurde das Spiel nochmal richtig spannend. Die vermeintlich schon vergebenen nächsten Punkte erzielte der QB der Kieler nicht. Stattdessen fumblete er an der 4-Yard-Linie der Adler und Pierre von Rymon-Lipinski trug den eroberten Ball bis an die 45-Yard-Linie der Fördestädter zurück. Ein Pass und zwei Strafen später fand sich die Abwehr der Gastgeber an ihrer eigenen 4-Yard-Line wieder – nur vermochten es die in ihren weißen Auswärtstrikots spielenden Gäste nicht, den Ball in der gegnerischen Endzone unterzubringen. Der „Turnover on Downs“ bedeutete aber noch nicht die Niederlage. Die Defense der Adler brachte ihrem eigenen Angriff den Ball zurück und dieser bedankte sich dafür mit dem Ausgleich nach einem 32-Yard-Catch von Daniel Vöhringer.

Nun waren noch gut 90 Sekunden zu spielen und es passierte etwas, was den sechsfachen deutschen Meister in der Vergangenheit schon mehrfach mögliche Siege gekostet hat: Die Spielsituation eigentlich im Griff habend, kassierte die Defense einen tiefen Pass und noch ein Personal Foul dazu. Damit aber nicht genug. Ein weiteres Deadballfoul auf den gleichen Spielzug draufgelegt, halbierte die Distanz zur Endzone Adler. Der anschließende 12-Yard-Pass in die linke äußerste Ecke bedeutete die erneute Führung der Gastgeber. Da die Conversion misslang, war das Team von Head Coach Wanja Müller mit einer knappen Minute auf der Uhr auch ohne verbleibendes Time Out aber immer noch im Spiel. Die letzte Serie der Gäste begann an der eigenen 37-Yard-Linie und war nach vier missglückten Pässen zu Ende.

„Wir waren so nah dran! In vielen Situationen fehlte oftmals nur ein Quäntchen zum Teilerfolg – ob es nun ein um Haaresbreite verpasstes Tackle oder ein knapp nicht erreichtes First Down war. Aber wir werden uns davon nicht beirren lassen.“, so Head Coach Wanja Müller unmittelbar nach dem Spiel.

Dem Gegner und den Kieler Zuschauern war die Erleichterung deutlich anzumerken, denn im Gegensatz zum Aufeinandertreffen vor acht Tagen war die Leistungssteigerung der Hauptstadtfootballer deutlich sichtbar. Dass diese noch nicht für einen Sieg ausreichte, begründete Head Coach Wanja Müller in der Pressekonferenz nach dem Spiel auch damit, dass das Team auf vielen Positionen weiterhin angeschlagen ist und immer noch auf wichtige Leistungsträger verzichten muss. Insgesamt sieht er die Mannschaft auf dem richtigen Weg.

Am Samstag trifft das Team um 15 Uhr im heimischen Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark im EFL-Viertelfinale auf die JCL Graz Giants. Hier muss dann aber ein Sieg her, denn eine Niederlage würde das Ausscheiden aus dem europäischen Wettbewerb bedeuten.

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