Der Wasserturm am Ostkreuz bleibt

Was bleiben wird, ist das weithin sichtbare Wahrzeichen, der Wasserturm am Ostkreuz. Er wird auch künftig die sich auf dem benachbarten Bahnhof kreuzenden Schienenstränge und Bahnhofsdächer überragen.

Das Bild des Bahnhofs ist derzeit geprägt von maroden Bahnsteigen, kaputten und auch gesperrten Treppenanlagen und mit Rost überzogenen Eisenträgern und Stützpfeilern. Das soll sich ändern. Bei laufendem Zugbetrieb wird das gesamte Bahnhofsareal zur Baustelle. Zirka 350 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren die Sanierung und der Umbau des seit 1882 bestehenden Bahnhofskomplexes verschlingen. Dafür gab es jetzt den Startschuss. Derzeit werden im Umfeld der Gleisanlagen Bäume gefällt. Sie müssen für eine neue Kabeltrasse weichen.
Zudem soll in den kommenden Monaten mit dem Bau einer provisorischen Fußgängerbrücke begonnen werden. Sie wird parallel zur unter Denkmalschutz stehenden Brückenanlage aufgestellt, über die der Zugang zu den Gleisen erfolgt. Somit kann das gusseiserne Baudenkmal aus dem Jahr 1923 zunächst konserviert und eingelagert werden. Später soll es an gleicher Stelle erneut aufgebaut werden. Doch ihren eigentlichen Zweck wird sie verlieren. Denn mit der Modernisierung der Bahnhofsanlage sollen zehn Fahrstühle und zahlreiche Rolltreppen den Fahrgästen das Umsteigen von einem Bahnsteig zum anderen erleichtern.
Doch ob der Bahnhof einmal so aussehen wird, wie sich die Planer es vorstellen ist noch ungewiss. Denn geht es nach ihren Vorstellungen, dann soll künftig eine  zirka 130 Meter lange, mehr als 70 Meter breite und 15 Meter hohe  Hallenkonstruktion den Bahnsteig für die Ringbahn überdachen. Noch liegt die endgültige Baugenehmigung für dieses Vorhaben nicht vor. Und solange können die Bahnhof-Fans den Ausblick von ihren Bahnsteig A mit Blick auf das Stadtpanorama in Richtung Ostbahnhof und Alexanderplatz genießen. Denn nach den Plänen der Bahn soll  dieser Bahnsteig nach dem Umbau verschwinden.     (Stev Ostlicht)

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