Abgesang fürs Opernpalais

Eine der bekanntesten Gastronomien der Hauptstadt schließt Ende des Jahres: das „Opernpalais“ Unter den Linden.

Das Haus, 1733/37 errichtet, später Wohnsitz dreier Preußen-Prinzes­sinnen (Prinzessinnen-Palais), wurde zwischen 1961 und 1963 parallel zum Neubau der Staatsoper wieder hergestellt und als Operncafé (unter, anderem Café, Restaurant, Diskothek) eröffnet, das alsbald einen guten Ruf erhielt. In den Jahren 1990/91 gab der neue Mieter – Manfred Otte, das Familienunternehmen hatte 1928 die Wiener Conditorei in Berlin gegründet – dem Haus ein neues Gastronomiekonzept: Das Opernpalais mit verschiedenen Gastronomien und Salons. Nun hat der Eigentümer der Immobilie, die TLG Immobilien, den Mietvertrag zum 31. Dezember gekündigt. In Abstimmung mit dem Gastgeber und Gastronomen Otte. Dann kommen zwei Jahre Sanierung. Die Zukunft des Gemäuers allerdings bleibt zunächst im Dunkel: Stiftungssitz, Firmenrepräsentanz oder Business-Club – alles ist möglich. Eine gastronomische Perle, gleichermaßen für den Touristen und Berliner gedacht, ist nicht vorgesehen. Wenn überhaupt, dann gehobene Gastronomie – na ja, zwei Klassen also, zwischen denen mindestens noch drei Klassen liegen.

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