Zukunftsprojekt Tempelhof

Für die Entwicklung der Parklandschaft Tempelhof hatte die Senatsverwaltung einen Wettbewerb ausgelobt. Die Ergebnisse wurden Mitte April auf einer Pressekonferenz vorgestellt. Die Expertenjury unter Vorsitz von Prof. Dr. Andreas Kipar, Landschaftsarchitekt und Städteplaner, hat sich einstimmig für den von “gross.max. Landschaftsarchitekten” und “Sutherland Hussey Architekten” vorgelegten Entwurf entschieden.

In der Begründung heißt es: “Der Entwurf wird den Erwartungen, die an diesen geschichtsbehafteten Ort nicht nur in Berlin sondern weltweit gerichtet werden, nach einhelliger Meinung der Jury auf besondere Weise gerecht.”

Der Wettbewerb, zu dem 78 Entwürfe eingereicht wurden, dauerte von März 2010 bis zum 12. Juni 2010. Das anschließende Verhandlungsverfahren, in dem noch sechs Entwürfe diskutiert wurden, ging von September 2010 bis zum 11. April 2011. Zwischen Wettbewerb und Verhandlungsverfahren fand eine Präzisierung der Aufgabenstellung und die Fortsetzung des Bürgerdialogs statt. So unter anderem ein Dialogwochenende im August 2010. Dort diskutierten Bürger, Landschaftsarchitekten, das Preisgericht und die Verwaltung über die vorgelegten Konzepte.

Die Parkentwicklung wird in drei Hauptphasen gegliedert. Die erste ist der Zeitraum bis zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2017, dann in 2017 die IGA selbst und die letzte Phase beginnt nach der IGA.

Das Konzept nutzt die kommende Gartenausstellung als Katalysator für die Realisierung der Parklandschaft. Die Flächen sind für die IGA so arrangiert, dass ein Nord-Süd-Weg durch den Park während der Ausstellung geöffnet bleiben kann. Insgesamt wird der IGA-Bereich 95 ha von 285 ha Gesamtfläche des Parks umfassen.

Trotz der im Vergleich zu anderen Parkanlagen in Berlin sehr begrenzten Finanzmittel soll eine Anlage entstehen, die mit gezielten Akzentsetzungen an wenigen Stellen Wirkung erreicht. Dafür wird in andere große Bereiche kaum eingegriffen. In der Arbeit wird ein vorsichtiger Umgang mit der biologischen Vielfalt dargestellt; u.a. werden die vorhandenen Strukturen am “Alten Hafen” sowie große ungestörte Bereiche für den Vogelschutz erhalten. Alle Kaltluftleitbahnen werden weitgehend von größerer Bepflanzung u.ä. freigehalten.

Im nächsten Schritt geht es um die Weiterentwicklung des siegreichen Entwurfs und die Anpassung an den städteplanerischen Masterplan. Für die Parkentwicklung sind 61,5 Mill. € im Senat beschlossen und im Haushalt verankert.

Am 2. Mai findet in Tempelhof einen Bürgerinformationsabend zum Ergebnis statt und am 11. Mai 2011 eröffnet Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Am Köllnischen Park 3, eine Ausstellung der sechs Entwürfe.

LPA

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