Neues Designerlebnis im historischen Bauhausdenkmal

Kleines Cafe mit Büchern vom Bücherbogen am Savignyplatz. Dieser Ort ist auch für Nicht-Hotelgäste offen.

Als die Einladung zum 12. CTOUR Hoteltreff in das Stilwerk KantGaragen kam, war mein erster Gedanke: Stilwerk in der Kantstraße 17. Da war ich doch vor kurzem auf dem Dach zum Weihnachtsmarkt. Es gab dort kleine Buden, man konnte Eisstockschießen.. Allerdings hieß Stilwerk ALICE Rooftop & Garden – eine Eventlocation im 5. Obergeschoss. Der bekannte Ort musste Ende April geräumt werden, weil der Vermieter den Vertrag gekündigt hatte und das „Stilwerk“ mit zahlreichen Möbelläden selbst betreiben wollte.

Ja, und in der Einladung stand auch Stilwerk KantGaragen, Kantstraße 126-127. Ich war gespannt. Dann stand ich in der wohl größten Empfangshalle mit Designmöbeln zum Anfassen. Beeindruckend ein riesiges Bett nicht nur zum Anschauen, drauf setzen, rein legen – alles erlaubt.

Seit August 2022 befindet sich Stilwerk nun in den denkmalgeschützten KantGaragen. Die 1930 eröffnete Hochgarage war jahrelang vom Berliner Eigentümer Dirk Gädeke saniert worden. Aus dem geplanten Zentrum für moderne Mobilität wurde ein Center für Design und Hotel. In dem alten Parkhaus stehen heute keine Autos mehr, sondern Accessoires, Möbel, Gemälde.

Das Große Bett und die alten Tore mit Blick in den Frühstücksraum.

Im Herbst 2022 eröffnete das neue Designcenter in der ikonischen Hochgarage mit anliegendem Hotel das Stilwerk KantGaragen im Literaturviertel in Charlottenburg. Die Berliner Architekten Nalbach&Nalbach verstanden es auf gelungene Weise, das berühmte Architekturdenkmal von 1930, das als älteste Hochgarage Europas gilt, mit dem Modernen zu verbinden.

Während des Hoteltreffs hatten wir Gelegenheit, bei einem geführten Rundgang durch die erfahrene Hoteldirektorin Jessica Schönfeld, uns ein eigenes Bild zu machen. Die aus dem Ruhrgebiet stammende Wahlberlinerin, leitete zuvor das Lindner Hotel am Ku’dmm erklärte uns die vielfältigen Möglichkeiten des neu gestalteten Gebäudes. So gingen wir über die Doppelhelix-Wendelrampe des ehemaligen Parkhauses, die historischen „Heinrichsboxen“ für ehemals parkende Autos oder die gläserne Vorhangfassade die erhalten blieben.

Wendelrampe wurde zur Popart-Galerie

Die erhaltene Wendelrampe dient als Ausstellungsfläche für Gemälde und Bilder und führt fließend von Etage  zu Etage und verbindet offene Handelsflächen, Showrooms – ein echtes Designerlebnis. Auffallend das Gemälde von Hans Veltman „Nina Hagen“. Pop Art 2018 oder Marc Todd „Berlin as Night Falls“, 2022. Sie können käuflich erworben werden.

Auf den Etagen eins bis vier befinden sich die Ausstellungsräume. Ein riesiger Sessel in gelb hatte es fast Jeden der Presserunde angetan, musste unbedingt ausprobiert werden.  Probesitzen – einfach gemütlich.

Unmerklich, fließend führt die historische Wendelrampe vom Boden bis ins 5. Obergeschoß. Hier befindet sich auf der füheren Parkanlage von 1.500 Quadratmetern eine mit dem Charme von Industriedesign, einer Deckenhöhe von über fünf Metern, moderner Belüftungs- und Klimatechnik eine riesige Freifläche. Sie ist wunderbar geeignet für Kongresse, Mode-Events, Feiern, Produktpräsentationen.

Wie  Frau Schöndorf beim Rundgang erwähnte, präsentierte Sharp die Sharp Xperience 2022 exklusiv während der IFA hier. Praktisch, die Messehallen sind in der Nähe und übernachtet werden kann auch gleich hier im Nebengebäude. Wir gingen dann auch in das sich direkt an das Designcenter anliegende stilwerk Hotel KantGaragen. Hier werden Wohnträume wahr, wer es stilecht mag ist bestens untergebracht.

„Soft opening“ war im September

Wir sahen uns um, erfuhren dass es 61 Zimmer in unterschiedlichen Kategorien S, M. L. XL, Loft, Terrasse und Kittchen Studio mit 18 bis 40 Quadratmetern auf sieben Etagen gibt. Beim Loft Studio werden zwei Zimmer miteinander verbunden, die beiden Terrassen Studios verfügen über eine private Terrasse im 5. Stock mit Blick über Berlin und das Kitchenstudio bietet mit einer eingebauten Küchenzeile zusätzlichen Komfort bei längeren Aufenthalten.

Wir sahen uns das Zimmer 704 näher an. Auffallend schöne Designmöbel, Accessoires, Leuchten, mit dem grünen Knopf zertifizierte Bettwäsche. Frau Schöndorf betonte dann auch noch einmal, stilwerk legt bei der Einrichtung Wert auf natürliche Materialien, nachhaltige Produkte der Textilien und Möbel, ausgewählte Manufakturqualität. Jeder Raum ist individuell. Und Gäste denen das Inventar so gut gefällt, dass sie es gern bei sich zu Hause haben möchten, egal ob Bett, Schrank, Lampe, Stuhl, Tisch oder Decke – sie können es käuflich erwerben. Entweder direkt in den Kant-Garagen oder im Online-Shop. Finde ich toll. Man kann also mit vielen im Showroom entdeckten Produkten direkt auf Tuchfühlung gehen, sie beim Probewohnen ausprobieren, anfassen testen eine reale Wohnwelt erleben. Alles, was man sieht und was gefällt, ist käuflich zu erwerben.

Hoteldirektorin Jessica Schöndorf im Zimmer 704.

Die Zimmerpreise liegen bei 120,- bis 160,- Euro pro Nacht ohne Frühstück. Das muss  extra bezahlt werden. Aber nach einer Nacht im Design, lohnt sich auch noch eine Stärkung im stilvoll gestalteten Frühstücksraum. Nachhaltige Produkte aus der Region, saisonal wie Käse aus Lobetal in Brandenburg, Biosäfte von den Streuobstwiesen, es gibt keinen Orangensaft, Kaffee aus der Berliner Kaffeerösterei kommen auf den Tisch.

Wer vielleicht nur einen Kaffee möchte, der kann es sich im integrierten Cafe mit Bücherwand gemütlich machen und entspannt verweilen. Das steht nicht nur den Hotelgästen zur Verfügung auch Touristen, Berliner die vorbei kommen, können hier im Ambiente neue Kraft schöpfen.

Ein interessantes Konzept. Danke für die Zeit die sich Frau Schöndorf nahm, die umfangreichen Informationen und die Möglichkeit das Haus von direkt kennen zu lernen.

stilwerkHotel KantGaragen

Fotos: pegü

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