
Mit einer Werkschau im Jugendmuseum und einer künstlerischen Plakataktion unter den Yorckbrücken zeigen Jugendliche des Robert-Blum-Gymnasiums die Ergebnisse ihres
einjährigen Projekts zur nationalsozialistischen Geschichte des Parks am Gleisdreieck und setzen ein Zeichen gegen das Vergessen.
Sechzehn Jugendliche des Robert-Blum-Gymnasiums haben sich seit September 2025 gemeinsam mit dem Jugendmuseum Schöneberg mit der Geschichte des Parks am Gleisdreieck in der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt. Im Fokus standen der Anhalter Bahnhof als Ort der Deportation sowie Biografien von Menschen, die Verfolgung, Flucht, Exil und Widerstand erlebt haben. Ausgehend von den historischen Gleisanlagen im heutigen Park am Gleisdreieck recherchierten die Jugendlichen in Archiven, besuchten Erinnerungsorte und setzten sich mit Fragen von Erinnerungskultur und historischer Verantwortung auseinander.
Neben Interviews mit Fachleuten und einem selbst produzierten Lied gibt die Werkschau Einblicke in die Entwicklung des Gedenkzeichens und der Plakataktion, die im öffentlichen
Raum am Gleisdreieck realisiert wurden. Die Plakate erinnern an die Deportationen während des Nationalsozialismus und verweisen per QR-Code auf das von den
Jugendlichen entwickelte Gedenkzeichen, das am 27. Mai 2026 im Park am Gleisdreieck eingeweiht wurde.
Das Projekt „Wohin führen diese Gleise?!“ wird im Rahmen des Programms mit dem Titel „MemoRails – Halt! Hier wird an NS-Geschichte erinnert“ von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sowie der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) gefördert.

Bilder: ©Axel Kull
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