Lilienzüchter bereitet sich auf die Buga 2007 vor

Lilienzüchter

Seit einem Viertel Jahrhundert züchtet Gerhard Steinbrück aus Berlin Lilien. Annähernd 200 neue Sorten erblickten während dieser Zeit unter den geschickten Händen des Mannes das Licht der Welt.
Im botanischen Volkspark in Berlin Pankow sind sie alle zu bewundern. Die Frage allerdings welche seine Lieblingskinder unter den 200 Sorten sind, beantwortet Steinbrück zurückhaltend. ”Auf jedes Neugeborene ist man stolz”, sagt er. Dann aber nennt er ein paar Namen: ”Spreecharme”, ”Hauptmann von Köpenick”, ”Rügenflirt”, ”Zur fröhlichen Pfalz” oder ”Täve Schur”.
Mit jeder Liliensorte verbindet sich selbstredend eine kleine Geschichte. ”Der zweifache Weltmeister im Straßenradrennen ist nach wie vor einer der populärsten Sportler die es je gab, ein Vorbild für die Jugend. Ihm wollte ich ein Denkmal setzen”, erklärt der Hobbyzüchter. Jedes der ”Steinbrück-Kinder” muss bei The Royal Horticultural Society (RHS) in London, wie die Internationale Liliengesellschaft firmiert, registriert und eingetragen sein. Erst mit dieser, wenn man so will Geburtsurkunde, tritt eine neue Sorte ins Rampenlicht der Öffentlichkeit. Gegenwärtig bereitet sich der Züchter auf die Buga 2007 vor, die in Gera stattfindet. 150 Zwiebeln von 30 Sorten will er in der ostthüringischen Stadt setzen. Übrigens auf der Rostocker iga war der Berliner ebenfalls erfolgreich vertreten. 300 Zwiebeln  von 21 Sorten hatten an der Warnow ihren Flohr entfacht und die Juroren überzeugt. 19 Medaillen hatte Steinbrück für seine Kollektion erhalten.  Nicht nur in Rostock auch auf mehreren  internationalen Ausstellungen sammelte der Berliner Züchter bereits zahlreiche Anerkennungen. Die letzte Schau dieser Art im tschechischen Hlucin in der Nähe von Ostrava kam für Steinbrück allerdings eine Woche zu früh. Seine erfolgsversprechenden Sorten hatten ihre Blütenpracht noch nicht entfaltet. Dafür fand in Hlucin sein Buch unter dem Titel ”Lilien im Aufwind” starke Beachtung.        Jochen Fischer

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