Rettung für den Mittelstand: Bartern

Wie im Mittelalter: Volumen an Tauschgeschäften überschreitet Millionengrenze aufgrund der schlechten Wirtschaftslage. Das Deutsche Barter-Netzwerk wird nach Polen erweitert- Die Gründung der Barter Logistic Poland-Gruppe wird im Herzen Polens, in Bydgoszez erfolgen. Das Volumen dieses “Tauschhandels“ wächst stetig: Wurden 1999, im Gründungsjahr des Berliner Barter-Logistic-Verbund (BLV), nur 120.000 Euro Umsatz vermittelt, waren es 2001 bereits 1,67 Millionen Euro, 2004 schon 16 Millionen Euro. Für 2005 wird aufgrund der internationalen Verbindungen eine weitere deutliche Steigerung erwartet.
Abgewickelt werden solche Bartergeschäfte über den Barter-Pool des deutschen Barter-Logistik-Verbundes mit Hauptsitz in Berlin. Benötigt ein Mitglied eine Ware oder eine Dienstleistung, gibt er diese „Nachfrage“ an die Barterzentrale. Diese leitet sie an alte Anbieter weiter, die als Mitglieder im Verbund diese anbieten. Daraus ergeben sich dann konkrete Geschäfte. Kaufen ohne Geld, Bezahlen mit eigener Leistung oder auch Ausschaltung des Wettbewerbs dadurch, dass die Mitgliedsfirmen untereinander Waren und Dienstleistungen tauschen. Gerade wurden Filialen in Hamburg, Dresden und Hannover eröffnet.
„Wenn die Politik den Rahmen für mehr Umsatz und Beschäftigung nicht leisten kann, dann muss der Mittelstand das Zepter selbst in die Hand nehmen“, Egbert Drews, Geschäftsführer Barter Logistik Verbund BLV Deutschland mit Sitz in Berlin. Und weiter: “Eine uralte Idee boomt: Bartergeschäfte, also bargeldloser Waren- und Dienstleistungsaustausch nehmen immer mehr zu. Geld mit Waren und Leistungen zu ersetzen ist gerade für mittelständische Unternehmen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine Möglichkeit, dringend notwendige Investitionen oder Werbemaßnahmen durchführen zu können, ohne dafür liquide Mittel zu benötigen.“

Weitere Informationen unter; www.barterlogistik.de

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