Neues Zuhause für Fledermäuse

Das Charlottenburger Amt für Umwelt, Natur und Verkehr hat aus Mitteln zum Ausgleich von Eingriffen in die Umwelt die Sanierung eines Winterquartiers für Fledermäuse an der Revierförsterei Alte Saubucht finanziert, um diesen bedrohten Tieren im Winter eine Schlafstätte zu erhalten.

Im gesamten Stadtgebiet existieren nur 31 Winterquartiere. Im Fledermauswinterquartier an der Revierförsterei Alte Saubucht überwintern seit vielen Jahren drei verschiedene Fledermausarten und bis zu 17 Tiere. Im Rahmen des Artenschutzes begannen im September letzten Jahres die Arbeiten zur Wiederherstellung des Kellergewölbes. Sie konnten innerhalb von wenigen Wochen abgeschlossen werden. Nach Ende der Kälteperiode kann das Winterquartier besichtigt werden. Umweltstadträtin Martina Schmiedhofer: „Ich bin sehr froh, dass die Bauarbeiten an dem Gewölbe noch rechtzeitig vor dem Frost im letzten Winter abgeschlossen werden konnten. Im Winter 2005/06 konnten bereits 13 Fledermäuse gezählt werden, nachdem die Zahl auf drei Tiere im Winter 2003/04 zurückgegangen war. Die Kosten in Höhe von 15.000 Euro zur Sanierung stammen aus der Ausgleichsabgab, die bei Eingriffen in die Natur und Umwelt, z.B. für Baumfällungen oder bei Bauprojekten, zu entrichten sind.

Bauarbeiten und Vögel-Konflikte – Es ist Frühling, lange geplante Sanierungsarbeiten an Dächern und Fassaden werden in Angriff genommen. Viele übersehen dabei „heimliche Mitbewohner“ – nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützte Vögel, wie z. B. Haussperlinge, Hausrotschwänze, Mauersegler. Mehlschwalben oder auch Fledermäuse -, die unerkannt unter Dächern und an Fassaden leben und brüten. Diese „Gebäudebrüter“ und ihre Lebensstätten sind ganzjährig geschützt. Das Verschließen oder Zerstören der Lebensstätten bei Bauarbeiten ist nur mit einer entsprechenden naturschutzrechtlichen Befreiung erlaubt.

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