Das Kreuz mit dem Ostkreuz

Am 16. Januar will die Deutsche Bahn AG den ersten Spatenstich am Ostkreuz vollziehen.

Da­mit soll die mehrmals verschobene Modernisierung des stark frequentierten Kreuzungsbahnhofs mit seinen vielfältigen, zurzeit jedoch stark eingeschränkten Umsteigemöglichkeiten nun endlich starten. Aktuell steigen an diesem S-Bahn-Knotenpunkt täglich rund 140.000 Passagiere zu beziehungsweise aus. Nach Abschluss der Arbeiten soll die Station in Friedrichshain nicht mehr nur dem S-Bahn-Verkehr dienen, sondern sowohl in Nord-Süd- als auch Ost-West-Richtung Haltepunkt im Ring- und Regionalbahn-Verkehr sein, wozu zusätzlich Bahnsteige eingerichtet werden. Die Gleise in Nord-Süd-Richtung sollen außerdem mit einer neuen Halle überdacht werden, auch sollen eine verglaste Bahnhofshalle sowie ein neues Empfangsgebäude installiert werden.
Die Bahn will rund 411 Millionen Euro investieren, um den Bahnhof Ostkreuz zu modernisieren.
Der Bahnhof hat Berliner Eisenbahngeschichte mitgeschrieben: Im Jahre 1882 wurde er eröffnet – damals unter den Namen Stralau-Rummelsburg. Bis 1903 entstanden 6 Bahnsteige, und 1923/24 kam eine Fußgängerbrücke hinzu. Vier Jahre später – 1928 – wurde der Bahnhof an den elektrischen S-Bahn-Verkehr angeschlossen. Pläne, den Knotenpunkt im Berliner S-Bahn-Verkehr zu modernisieren, gab es seit 1937. Doch Krieg und die DDR-Zeit verhinderten die Absichten. Der DDR standen nicht ausreichend Mittel zur Verfügung, um die Aufgabe anzugehen. Und dass dies kompliziert ist, sieht man daran, dass die Bahn seit 1994 den Termin für eine Inangriffnahme immer wieder hinausschob.

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