Volkswagen Financial Services AG setzt Rekordfahrt in 2002 ungebremst fort

Vorsteuerergebnis um 24,9 Prozent auf 501 Millionen € gestiegen / Bilanzsumme wächst um 9,4 Prozent auf 29,4 Milliarden €
Die Volkswagen Financial Services AG hat das Geschäftsjahr 2002 mit neuen Rekordzahlen abgeschlossen. Wie der Vorsitzende des Vorstands, Norbert M. Massfeiler, in Frankfurt am Main mitteilte, stieg die Bilanzsumme des größten automobilen Finanzdienstleisters in Europa gegenüber dem Vorjahr um 9,4 Prozent auf 29,4 Milliarden €. Der Gesamtvertragsbestand erhöhte sich auf 3,8 Millionen Verträge. Das bedeutet gegenüber 2001 ein Plus von 3,3 Prozent. Das Vorsteuerergebnis stieg in 2002 um 24,9 Prozent auf 501 Millionen €.
Das Volumen aus der Kundenfinanzierung erhöhte sich um 12,5 Prozent auf 12,4 Milliarden €. Der Bestand an Finanzierungsverträgen stieg um 3,3 Prozent auf rund 1,6 Millionen. Mitverantwortlich hierfür war die Zahl der Neuverträge, die gegenüber dem Vorjahr um 5,9 Prozent zunahm und bei 625.000 Verträgen lag. Mit einem Plus von 8,3 Prozent auf 287.000 Neuverträge fiel der Anstieg im Leasinggeschäft noch deutlicher aus. Der Gesamtvertragsbestand beläuft sich auf 781.000 Verträge – 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Das entsprechende Forderungsvolumen stieg um mehr als 5,8 Prozent auf 9,1 Milliarden €. Im Bereich der Händlerfinanzierung erhöhte sich das Forderungsvolumen um 8,2 Prozent. Insgesamt ergeben sich aus der Finanzierung der Lager-, Gebraucht-, Vorführfahrzeuge und Ersatzteile sowie der Betriebsmittel- und Investitionskredite Forderungen in Höhe von 4,9 Milliarden €.

Direktbankeinlagen bedeutende Refinanzierungsquelle
Das Einlagenvolumen der Volkswagen Bank direct ist in 2002 um rund 24 Prozent auf 5,6 Milliarden € angewachsen. “Das Einlagenvolumen ist mit einem Anteil von 19 Prozent am Gesamt-Refinanzierungsvolumen der Volkswagen Financial Services AG eine bedeutende Refinanzierungsquelle”, erklärte Massfeller. Gleichzeitig verwies er auf die erfolgreiche Etablierung des Unternehmens im internationalen Kapitalmarkt: “Durch drei Benchmark Bonds über insgesamt 3,5 Milliarden € haben wir unsere Investorenbasis erheblich diversifiziert.”
Die Zahl der Beschäftigten der Volkswagen Financial Services AG stieg um fast 7,5 Prozent auf 4.426. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 307 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Deutscher Markt:         Volkswagen Bank, Volkswagen Leasing, Volkswagen-Versicherungsdienst und Europcar Fleet Services   erhöhen Vertragsbestände
Die deutschen Tochtergesellschaften leisteten in 2002 erneut einen wesentlichen Beitrag zum Gesamterfolg der Volkswagen Financial Services. Das Vorsteuerergebnis der Volkswagen Bank GmbH betrug 116 Millionen €, die Bilanzsumme stieg um mehr als 18 Prozent auf 15,1 Milliarden €. Der Vertragsbestand erhöhte sich um 17,8 Prozent auf rund 1,3 Millionen Verträge. Der Anstieg der Neuverträge um 25,2 Prozent auf 492.000 war mitentscheidend für die Erhöhung. Das Forderungsvolumen im Bereich der Händlerfinanzierung erhöhte sich gegenüber 2001 um 8,7 Prozent und lag bei über 3,6 Milliarden €.
Der Gesamtvertragsbestand der Volkswagen Leasing Gruppe konnte mit 527.000 Verträgen auf Vorjahresniveau gehalten werden. Das Netto-Vermietvermögen stieg in 2002 um 8,3 Prozent auf 6,5 Milliarden €. Die Bilanzsumme der Volkswagen Leasing GmbH erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 22,9 Prozent auf 6,8 Milliarden €. Das Vorsteuerergebnis wurde mit 540 Millionen € im Vergleich zu 2001 verdoppelt.
Der Gesamtbestand an Kraftfahrzeug-Versicherungen stieg im Jahr 2002 um 0,9 Prozent auf 1,1 Millionen Verträge. Gleichzeitig erhöhten sich die Erlöse aus der Versicherungsvermittlung um 5,8 Prozent auf 109 Millionen €. Die Volkswagen-Versicherungsdienst GmbH erwirtschaftete ein Vorsteuerergebnis von mehr als 28,2 Millionen €. Die Europcar Fleet Services GmbH, die Flottenmanagementtochter der Volkswagen Financial Services AG, hat ihren Vertragsbestand in 2002 um 16.8 Prozent auf 132.000 Verträge gesteigert. Aufgrund der erheblichen Vorleistungen im Leasingbereich und der kostenintensiven Kundenakquisitionen weist das erst 1998 gegründete Unternehmen für 2002 trotz des erfreulichen Geschäftsverlaufs einen Fehlbetrag von 10,9 Millionen € aus.

Wachsende Bedeutung der Auslandsaktivitäten
Das Auslandsgeschäft gewinnt für die Volkswagen Financial Services AG sowohl im Hinblick auf das Portfolio als auch für das Gesamtergebnis immer mehr an Bedeutung. Der Anteil der Auslandsaktivitäten in Europa und in der Region Asien / Pazifik an den Eaming Assets betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr bereits rund 35 Prozent. In 2001 steuerte das Ausland durchschnittlich 31 Prozent bei. Auch der Auslandsanteil am operativen Ergebnis ist im vergangenen Jahr gestiegen, von 15,0 Prozent in 2001 auf 26,1 Prozent. (D.Kupisch)

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