Wenn die Wand schwarz wird: Wie Felix Plogmaker von Aktiv Trocknung Schimmelschäden beseitigt

Aktiv Trocknungsservice GmbH Berlin / Bildquelle: Joern Dudek Fotografie
Aktiv Trocknungsservice GmbH Berlin / Bildquelle: Joern Dudek Fotografie

Wer schon mal in einer Berliner Altbauwohnung gewohnt hat, kennt das Bild. Eine dunkle Ecke hinter dem Sofa. Ein muffiger Geruch im Bad, der sich irgendwie nicht wegbekommt. Und dann, beim nächsten Umräumen, der schwarze Fleck auf der Wand, den man lieber nicht genauer betrachtet. Schimmelpilz ist in deutschen Wohnungen erschreckend verbreitet, doch die Art, wie damit umgegangen wird, reicht von wirksam bis grob fahrlässig. Felix Plogmaker, Geschäftsführer der AKTIV Trocknungsservice GmbH, sieht das täglich. Er und sein Team werden gerufen, wenn andere schon längst aufgegeben haben, oder wenn ein Eigentümer feststellt, dass die weiße Schimmelschutzfarbe vom letzten Herbst den Befall nur verdeckt, aber nicht beseitigt hat.

Überstreichen löst kein Problem

Dass Schimmel kein rein ästhetisches Problem ist, dürfte bekannt sein. Das Umweltbundesamt weist seit Jahren darauf hin, dass Schimmelpilze Atemwegserkrankungen auslösen, Allergien verschlimmern und für Menschen mit geschwächtem Immunsystem echte Gesundheitsrisiken darstellen können. Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit Asthma oder anderen Vorerkrankungen reagieren besonders empfindlich auf Sporenbelastung in der Raumluft. Trotzdem läuft die Reaktion auf einen Schimmelfund in vielen Haushalten nach demselben Muster ab: Schimmelspray aus dem Baumarkt, neue Farbe drüber, Problem unsichtbar gemacht. Plogmaker bringt das auf den Punkt: „Wer Schimmel überstreicht, behandelt das Symptom und ignoriert die Ursache. Sechs Monate später ist der Fleck wieder da, meistens größer als zuvor.“

Das ist kein Einzelfall. Es gibt Eigentümer, die drei oder vier verschiedene Firmen beauftragt hatten, bevor sie zu Aktiv Trocknung kamen. Jedes Mal dasselbe Ergebnis: Befall beseitigt, Ursache offengelassen, Rückfall vorprogrammiert. Ein Blick auf die Kundenbewertungen des Unternehmens bestätigt dieses Muster. Ein Nutzer beschreibt es so: Nach mehreren Versuchen mit anderen Firmen, die den Schimmel einfach mit Farbe überarbeiten wollten, habe Aktiv Trocknung endlich den nötigen Rückhalt geboten. Gerade weil die betroffene Familie frisch Nachwuchs bekommen hatte, war die gesundheitliche Komponente dabei alles andere als nebensächlich.

Feuchtigkeit ist der eigentliche Gegner

Was steckt eigentlich hinter Schimmelwachstum? Die Antwort ist fast immer dieselbe: Feuchtigkeit. Ob durch einen unentdeckten Wasserschaden, mangelhafte Dämmung, Wärmebrücken in der Außenwand oder schlicht zu wenig Lüftung, Schimmelpilze brauchen nicht viel. Organisches Material und ein gewisses Maß an Nässe genügen. Der Pilz selbst ist dabei nur das sichtbare Ende eines Problems, dessen Wurzeln tiefer liegen. Genau deshalb beginnt jede Sanierung bei Aktiv Trocknung nicht mit dem Spachtel, sondern mit der Fehlersuche. Wo kommt die Feuchte her? Liegt ein Rohrschaden vor? Schlägt Kondensat nieder, weil die Wandoberfläche dauerhaft zu kalt ist? Ist die Bausubstanz nach einem Wasserschaden nie richtig durchgetrocknet worden?

Das Problem lässt sich gut mit einem Eisberg vergleichen. Was man an der Wand sieht, ist der kleinste Teil. Was darunter steckt, ob in der Dämmebene, hinter Verkleidungen oder tief im Mauerwerk, bleibt ohne fachkundige Messung unsichtbar. Aktiv Trocknung setzt dafür neben klassischen Feuchtemessungen auch Thermografieanalysen ein, die Wärmebrücken und versteckte Feuchtefelder sichtbar machen. Was technisch nach Aufwand klingt, ist in der Praxis schlicht notwendig, wenn man den Schimmel dauerhaft loswerden will.

Was eine fachgerechte Sanierung wirklich bedeutet

Wie sieht eine fachgerechte Schimmelpilzsanierung konkret aus? Sie folgt den Richtlinien des Umweltbundesamtes, die für solche Maßnahmen einen klaren Rahmen setzen: Schadstoffmessung, Abschottung des befallenen Bereichs, Entfernung aller kontaminierten Materialien bis auf die Rohbausubstanz, Desinfektion, kontrolliertes Trocknen und abschließende Freimessung durch einen unabhängigen Sachverständigen. Letzteres ist ein Punkt, den Plogmaker besonders betont. Der Erfolg einer Sanierung muss nachweisbar sein, nicht nur sichtbar. Bei Aktiv Trocknung gehört das akkreditierte Laborgutachten zum festen Bestandteil jeder Sanierung. Wer das nicht anbietet, liefert keine abgeschlossene Leistung, sondern ein Versprechen ohne Beleg.

Gerade bei der Abschottung unterschätzen viele Laien, was auf dem Spiel steht. Wer einen befallenen Bereich unsachgemäß öffnet oder bearbeitet, verteilt Sporen im ganzen Raum, manchmal im ganzen Gebäude. Das ist keine Übertreibung. Bei Aktiv Trocknung arbeiten die Techniker beim Rückbau kontaminierter Materialien mit Schutzausrüstung und richten physische Trennzonen ein, bevor irgendein Material angerührt wird. Erst wenn die Luft nach der Sanierung durch eine Luftkeimmessung für unbedenklich befunden wurde, gilt der Schaden als abgeschlossen.

Fachkompetenz, die das ganze Team trägt

Dass das Unternehmen Mitglied im Bundesverband Deutscher Schimmelpilzsanierer (BSS) ist, unterstreicht diesen Anspruch. Der BSS legt Qualitätsstandards für die Branche fest und zertifiziert Mitgliedsbetriebe nach nachweisbarer Fachkompetenz. Plogmaker hat daraus eine klare Haltung gemacht, die im ganzen Unternehmen gelebt wird: Nicht nur er selbst soll als Experte auftreten können. Jeder Mitarbeiter, der einen Schaden begutachtet oder saniert, muss das nötige Fachwissen mitbringen. Deshalb absolvieren die Techniker regelmäßig Weiterbildungen und erarbeiten sich neue Zertifikate. Die Idee dahinter ist einfach: Wenn ein Mitarbeiter allein beim Kunden steht und eine Entscheidung treffen muss, soll er das fundiert tun können, ohne erst den Chef anrufen zu müssen. Kompetenz endet nicht im Büro des Geschäftsführers.

Das ist in einer Branche, die keinen gesetzlich geregelten Ausbildungsberuf für Schimmelsanierer kennt, alles andere als selbstverständlich. Theoretisch darf sich jeder Handwerker Schimmelsanierer nennen. Wer also sichergehen will, fragt nach Zertifikaten, nach Verbandsmitgliedschaft und nach dem konkreten Ablauf der geplanten Maßnahme. Wer darauf keine klaren Antworten bekommt, sollte weiterfragen.

Wer zahlt, wenn Schimmel auftaucht?

Wer trägt eigentlich die Kosten, wenn Schimmel entdeckt wird? Das ist eine Frage, die regelmäßig zu Streit zwischen Mietern und Vermietern führt, und die Rechtslage ist dabei komplexer als oft angenommen. Liegt die Ursache in einem baulichen Mangel, einer Wärmebrücke oder einem Wasserschaden, fällt die Verantwortung in der Regel dem Vermieter zu. Hat der Mieter hingegen über Monate nicht gelüftet und damit das Schimmelwachstum begünstigt, kann er seinerseits haftbar gemacht werden. Aktiv Trocknung ist in diesem Spannungsfeld regelmäßig als dokumentierender Dienstleister tätig. Die erstellte Schadensdokumentation dient als Grundlage für die Versicherungsabwicklung oder für rechtliche Auseinandersetzungen zwischen den Parteien.

Auch Mieter sollten wissen: Sobald Schimmel sichtbar wird, muss der Vermieter unverzüglich schriftlich informiert werden. Wer wartet, verliert Rechte. Und wer als Vermieter einen gemeldeten Schimmelbefall ignoriert, riskiert nicht nur Mietminderungen, sondern unter Umständen auch Schadensersatzansprüche. Kein Mieter und kein Eigentümer muss Schimmel einfach hinnehmen, aber beide müssen handeln.

Gut gedämmt, schlecht belüftet

Seit der Gründung des Unternehmens 1993 hat sich das Bild der Branche gewandelt. Technische Trocknung und Schimmelsanierung sind keine Nischenthemen mehr, weil die Anforderungen an Gebäudedichtheit in den vergangenen Jahrzehnten massiv gestiegen sind. Gut gedämmte, luftdichte Häuser halten Wärme, haben aber deutlich weniger natürlichen Luftaustausch als ältere Gebäude. Wer nicht aktiv und konsequent lüftet oder kein geregeltes Lüftungssystem hat, schafft damit neue Feuchteprobleme. Plogmaker beobachtet das nicht ohne eine gewisse Ironie: Energieeffizientes Bauen und Schimmelpilzsanierung bedingen sich inzwischen gegenseitig. Wer das eine will, muss das andere ernst nehmen.

Hinzu kommt, dass viele Bestandsgebäude in Berlin und Brandenburg aus einer Zeit stammen, in der Wärmedämmung kaum eine Rolle spielte. Wird ein solches Gebäude nachträglich gedämmt, ohne die Lüftungssituation anzupassen, entstehen oft neue Feuchtezonen dort, wo vorher keine waren. Die Sanierung verändert das Klimaverhalten im Inneren, und nicht immer zum Besseren.

Schimmel wartet nicht

Am Ende bleibt eine schlichte Wahrheit: Schimmel verschwindet nicht, weil man ihn nicht sehen will. Er wächst weiter, tiefer in die Bausubstanz, ruhig und hartnäckig. Wer ihn früh und richtig angeht, spart langfristig Nerven, Geld und im besten Fall auch die Gesundheit. Dafür muss man wissen, wen man ruft, und vor allem, welche Fragen man stellen sollte.

Bildquelle: Joern Dudek Fotografie 

 

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