Filmbranche wirbt für Fortführung des Zukunftsprogramms Kino

Leerer Kinosaal / KI-Bild.

Kurz vor der Bundesratssitzung wächst der Druck aus der Film- und Kinobranche, das Zukunftsprogramm Kino fortzuführen oder durch ein gleichwertiges Investitionsprogramm zu ersetzen. Ein breites Bündnis von Verbänden und Institutionen weist darauf hin, dass die bestehenden Förderinstrumente nicht ausreichen, um den erheblichen Investitionsbedarf der Kinos in Deutschland zu decken.

Die Branchenvertreter verweisen zugleich auf den Koalitionsvertrag der Bundesregierung, in dem das Ziel einer verlässlichen Kinoinvestitionsförderung festgehalten ist. Aus Sicht der Verbände ist jetzt der richtige Zeitpunkt, dieses Ziel mit Blick auf die anstehenden Haushaltsentscheidungen mit konkreten Mitteln zu hinterlegen.

Die Kinoverbände betonen den massiven Investitionsdruck, unter dem Lichtspielhäuser stehen, wenn sie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhalten wollen. Dies gilt auch für die Berliner Kinolandschaft, die mit ihrem dichten Netz aus Arthouse-Kinos, Programmkinos und multiplexgeprägten Standorten ein wichtiger Kultur- und Wirtschaftsstandort für Film ist.

Unterstützung erhalten die Kinos von zahlreichen Film- und Branchenverbänden, die die Bundesratsinitiative als wichtiges Signal werten. Sie unterstreichen, dass leistungsfähige Kinos eine unverzichtbare Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg und die Sichtbarkeit von Filmen darstellen, insbesondere für geförderte deutsche Produktionen.

Die Verbände verweisen darauf, dass Investitionen in Infrastruktur, Komfort und Technik nicht nur die Attraktivität der Kinos erhöhen, sondern sich auch in steigenden Besucherzahlen niederschlagen. Erfahrungen aus modernisierten Häusern zeigen demnach deutliche Zuwächse beim Publikum.

Das Zukunftsprogramm Kino ist seit 2020 das zentrale Instrument für Investitionsförderung in Kinos und unterstützt unter anderem Modernisierung, nachhaltige Sanierung, Barrierefreiheit und technische Weiterentwicklung. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist dabei die Kofinanzierung durch die Bundesländer, die zusätzliche Investitionen vor Ort ermöglicht hat.

Mit Blick auf Berlin heben Branchenvertreter hervor, dass die Hauptstadt als Filmmetropole in besonderem Maße von einer verlässlichen Investitionsförderung profitiert. Moderne und attraktive Kinos gelten hier als wichtiger Baustein für die kulturelle Vielfalt der Stadt, für Festivals und Premieren wie auch für die alltägliche Kinokultur in den Bezirken.

Das Bündnis appelliert daher an die Bundesregierung, den erwarteten Beschluss des Bundesrates aufzugreifen und zeitnah die Voraussetzungen für eine Fortführung des Zukunftsprogramms Kino oder eines vergleichbaren Programms zu schaffen. Nur wenn die Kinos als zentraler Ort der Filmauswertung und Publikumsbegegnung gestärkt werden, könne die geplante Reform der Filmförderung ihre volle Wirkung entfalten.

Bildquelle: KI

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