Kompression bei Venenpatienten mit Begleiterkrankung Diabetes mellitus

Medizinische Kompressionsstrümpfe sind in Kombination mit Bewegung ein wichtiger Therapiebaustein bei Venenleiden. Auch für Venenpatienten mit Begleiterkrankung Diabetes gibt es spezielle Ausführungen wie mediven angio von medi (hier nicht im Bild zu sehen). Bild: © www.medi.de

Am 14. November ist Weltdiabetestag. 1991 ins Leben gerufen, soll der Aktionstag auf die steigende Verbreitung des Diabetes mellitus aufmerksam machen und Möglichkeiten zur Vorsorge und Behandlung aufzeigen. In Deutschland sind etwa 8,5 Millionen Menschen an einem dokumentierten Typ-2-Diabetes erkrankt. Hinzu kommt eine Dunkelziffer von rund zwei Millionen weiteren Betroffenen. (1) Tendenz stark zunehmend. In Deutschland ist die auch als „Zuckerkrankheit“ bezeichnete Stoffwechselstörung eine der häufigsten chronischen Krankheiten. (2) Oft leiden Diabetes mellitus Patienten gleichzeitig an einer Venenschwäche – ein typisches Symptom dabei: Beinschwellungen, die wirkungsvoll mit den richtigen Kompressionsstrümpfen versorgt werden können.

Altersbedingt ist Diabetes mellitus Typ 2 oder auch eine Herz-Kreislauferkrankung wie die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) eine häufige Begleiterkrankung bei Venenpatienten. Durch einen erhöhten Insulinwert können auch Nerven, vor allem in den Beinen, angegriffen werden, die bestimmte Körperfunktionen steuern, was zu einer diabetischen Neuropathie führt. Unter anderem kommt es zu Sensibilitätsstörungen an den Füßen, was sich in einem herabgesetzten Druck- und Schmerzempfinden äußert. Symptome sind Kribbeln und Taubheitsgefühle.

Dr. Peter Heilberger ist Experte auf dem Gebiet der Gefäßmedizin und kennt die Probleme von Venenpatienten mit Begleiterkrankung Diabetes aus seiner Praxis: „Diese Patienten leiden vor allem an den Beinen unter Schwellungen, unterversorgter oder trockener Haut, sowie herabgesetztem Druck- und Schmerzempfinden. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen, die Kompressionsversorgungen erfüllen müssen. Druckspitzen im Bereich des Fußes müssen ebenso vermieden werden wie Einschnürungen im Abschlussbereich. Dennoch sollte der Kompressionsstrumpf nicht rutschen. Wichtig ist zudem ein optimales Verhältnis zwischen Ruhe- und Arbeitsdruck.“

Kompressionstherapie bei Venenleiden und Diabetes mellitus: Ein potenzielles Risiko?

Lange war der Einsatz von medizinischen Kompressionsstrümpfen bei Patienten mit chronischen Venenerkrankungen und Diabetes mellitus umstritten – im Kontext der Kompressionstherapie galten sie als Risikopatienten. Weshalb? Medizinische Kompressionsstrümpfe haben einen graduierten Druckverlauf mit dem höchsten Druck im Fesselbereich – ein besonders sensibler Bereich bei Patienten mit Diabetes mellitus. Auch die Füße und Zehen sind besonders gefährdet, da diese bei Diabetikern häufig weniger gut durchblutet sowie druck- und schmerzempfindlich sind. Die Befürchtung war, es könnten an diesen Stellen Druckspitzen durch den Kompressionsdruck entstehen und die Durchblutung in den kleinsten Blutgefäßen weiter beeinträchtigen. Heute weiß man: Diabetiker können von einer sicheren und wirkungsvollen Therapie profitieren, sofern die arterielle Durchblutung nicht zu stark eingeschränkt und die richtige Kompressionsstärke gewählt ist.

„Werden die Kontraindikationen beachtet, wie die fortgeschrittene periphere arterielle Verschlusskrankheit sowie das Diabetische Fußsyndrom, können auch Diabetiker mit medizinischen Kompressionsstrümpfen versorgt werden“, erklärt Dr. Peter Heilberger. „Wichtig ist die Wahl der richtigen Kompressionsklasse: Der Kompressionsstrumpf sollte die Kapillardurchblutung im Bereich der Hauptgefäße nicht einschränken. Eine Kompressionsversorgung der Klasse I ist meist vertretbar – bei guter Durchblutung kann auch Klasse II erwogen werden. Hier sollte aber immer der Arzt konsultiert und eine entsprechende klinische Untersuchung vorgenommen werden.“

Um die Adhärenz für medizinische Kompressionsstrümpfe zu erhöhen, hat der Experte noch zwei Tipps aus seiner langjährigen Erfahrung: „Zu empfehlen ist, anfangs mit einer niedrigen Kompressionsklasse zu starten. Sollte die Schwellung weiter bestehen, kann die Kompressionsklasse stufenweise erhöht werden. Und vor allem bei Männern haben Knieversorgungen eine höhere Akzeptanz als Strumpfhosen.“

mediven angio ist der einzige medizinische Kompressionsstrumpf, dessen Sicherheit in der Anwendung bei Patienten mit chronischer Venenerkrankung und begleitender leichter und mittelschwerer pAVK und / oder Diabetes mellitus wissenschaftlich in einer klinischen Studie untersucht und bestätigt wurde. (3) Bild: ©medi

Sicher versorgt auch als Diabetespatient

In einer klinischen Studie wurde wissenschaftlich untersucht und belegt: Mit dem medizinischen Kompressionsstrumpf mediven angio von medi können Patienten mit chronischer Venenerkrankung und gleichzeitig leichter bis mittelschwerer peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK) und / oder Diabetes mellitus sicher versorgt werden. (3)

Die wichtigsten Vorteile des mediven angio im Überblick:

  • Die flauschige Merino-Plüsch-Polsterung schützt den gesamten Fußbereich, vermindert Druckspitzen und vermeidet Läsionen an knöchernen Strukturen. Merino-Plüsch ist insbesondere für Patienten mit empfindlicher, trockener Haut geeignet und sorgt aufgrund seiner optimalen Thermoregulierung für zusätzlichen Tragekomfort – das ganze Jahr über.
  • Die extralange, flache Spitzennaht schmiegt sich angenehm der Anatomie der Fußspitze an. Dabei reicht die Naht bis über die Zehengrundgelenke und schützt die sensiblen knöchernen Vorsprünge. Zudem entlastet sie die Zehenspitzen. Die Durchblutung der Haut wird aufrechterhalten und einer Schädigung der Zehen oder Hautstörungen vorgebeugt.
  • Die 90-Grad-Ferse sorgt für einen komfortablen Sitz und reduziert eine mögliche Faltenbildung. Das extrabreite Abschlussbündchen gewährleistet einen sicheren Halt sowie optimale flächige Druckverteilung und vermeidet Einschnürungen und Abflussstörungen.

Zu beachten: Um eine optimale medizinische Kompressionstherapie zu ermöglichen, sollten Patienten engmaschig von ihrem Arzt begleitet werden und ihre Füße regelmäßig auf Auffälligkeiten und Veränderungen untersuchen.

Empfehlungen für einen nachhaltigen Therapieerfolg

Eine regelmäßige Bewegung ist auch bei Venenpatienten mit Begleiterkrankung Diabetes sinnvoll. Ziel sollte sein, die Muskelpumpe in den Beinen zu aktivieren. Dr. Peter Heilberger empfiehlt: „Betroffene sollten sich regelmäßig bewegen und Sport treiben. Gute Erfolge erzielen meine Patienten mit regelmäßigen Spaziergängen, Radfahren und Venengymnastik. Optimal ist Schwimmen, da Wasser eine natürliche Kompression bewirkt. Analog zu anderen Erkrankungen ist der Mix aus Bewegung, einer guten Ernährung und der richtigen medizinischen Therapie erfolgsentscheidend.“

Quellen:

Informationsmaterial für den Sanitätsfachhandel ist telefonisch unter der 0921 / 912-111 oder via E-Mail an auftragsservice@medi.de erhältlich. Informationsmaterial zum Kompressionsstrumpf mediven angio ist beim medi Verbraucherservice erhältlich (Telefon 0921 / 912-750, E-Mail verbraucherservice@medi.de).

Surftipps:

Über Dr. Peter Heilberger:

Dr. Peter Heilberger ist Experte auf dem Gebiet der Gefäßmedizin mit Schwerpunkt Phlebologie. Mit seiner Ehefrau Dr. Andrea Heilberger (Schwerpunkt Laserchirurgie der Krampfadern) betreibt er seit 1998 eine eigene Praxis in Nürnberg. Er hat an der Universität Erlangen studiert und ist seit 1986 approbierter Arzt.

medi – ich fühl mich besser. Das Unternehmen medi leistet einen maßgeblichen Beitrag, dass Menschen sich besser fühlen. Das Ziel ist es, Anwendern und Patienten maximale Therapieerfolge im medizinischen Bereich (medi Medical) und darüber hinaus ein einzigartiges Körpergefühl im Sport- und Fashion-Segment (CEP und ITEM m6) zu ermöglichen. Die Leistungspalette von medi Medical umfasst medizinische Kompressionsstrümpfe, adaptive Kompressionsversorgungen, Bandagen, Orthesen, Thromboseprophylaxestrümpfe, Kompressionsbekleidung, orthopädische Einlagen und digitale Gesundheitslösungen.

Zudem fließt die langjährige Erfahrung im Bereich der Kompressionstechnologie auch in die Entwicklung von Sport- und Fashion-Produkten mit ein. Der Grundstein für das international erfolgreiche Unternehmen wurde 1951 in Bayreuth gelegt. Heute gilt medi als einer der führenden Hersteller medizinischer Hilfsmittel und liefert mit einem Netzwerk aus Distributoren sowie eigenen Niederlassungen in über 90 Länder der Welt. www.medi.de, www.item-m6.com, www.cepsports.com

Bildnachweis: ©medi

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