Brandenburger Apfelsaison startet mit vielversprechender Ernte

Am 1. September 2025 beginnt offiziell die Apfelsaison in Brandenburg. Die Eröffnung findet um 10 Uhr auf der Apfelplantage der BB Brandenburger Obst GmbH in Altlandsberg, Ortsteil Wesendahl, statt. Agrarministerin Hanka Mittelstädt und der Präsident des Gartenbauverbandes Berlin-Brandenburg, Dr. Klaus Henschel, geben den Startschuss für die neue Saison.

Erwartete Ertragssteigerung nach schwierigem Jahr

Mit einer Anbaufläche von 771 Hektar bleibt der Apfel das wichtigste Obst in Brandenburg. Nach den massiven Ernteausfällen im Vorjahr, die durch Frost und Hagel entstanden, rechnet die Branche 2025 mit etwa 21.300 Tonnen Äpfeln – eine deutliche Steigerung gegenüber den nur 3.200 Tonnen von 2024. Die erwarteten 232 Dezitonnen pro Hektar machen den Unterschied zum Vorjahr, als durch einen Kälteeinbruch und enorme Frostschäden der niedrigste Hektarertrag seit 1991 erzielt wurde. Zu den beliebtesten Sorten zählen ‚Elstar‘, ‚Pinova‘ und ‚Jonagold‘, insgesamt sind rund 30 Sorten für die unterschiedlichen Vorlieben im Handel erhältlich.

Herausforderungen und Forderungen für regionalen Apfelanbau

Trotz positiver Aussichten steht der Apfelanbau in Brandenburg weiter vor Herausforderungen. Klimabedingt kommt es zu früherem Austrieb, was das Risiko von Spätfrostschäden erhöht. Extreme Wetterereignisse und geringe Niederschläge machen effiziente Bewässerungslösungen notwendig. Der Gartenbauverband fordert politische Unterstützung in Form von Versicherungslösungen, Investitionsförderungen für Witterungsschutz und praxisgerechten Pflanzenschutz. Gleichzeitig wird der Handel aufgefordert, heimische Saisonware zu bevorzugen und Verbraucher werden gebeten, regionale Äpfel zu kaufen, um die regionale Wirtschaft und Kulturlandschaft zu stärken.

BB Brandenburger Obst GmbH als Gastgeber und modernes Unternehmen

Die Gastgeberin der Eröffnung, die BB Brandenburger Obst GmbH, bewirtschaftet auf 210 Hektar in Wesendahl das größte Apfelanbaugebiet Brandenburgs. Das Unternehmen setzt auf nachhaltigen und zertifizierten Anbau und beschäftigt rund 25 Festangestellte sowie bis zu 250 Saisonkräfte. Zum Sortiment gehören neben Standardsorten wie Elstar, Gala, Braeburn und Jonagold auch Clubsorten wie Evelina und Tessa. Darüber hinaus investierte die Unternehmensgruppe über 28 Millionen Euro in neue Anlagen, Technik und Infrastruktur und verbindet den Obstbau mit ländlichem Tourismus durch einen eigenen Pferdehof mit Ferienwohnungen.

Bild: Anne Ner via Pixabay

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