Palastöffnung

Es war einmal...

Im Rahmen der diesjährigen Serie Schaustelle Berlin öffnete Berlin-Partner erstmals nach über 10 Jahren den Palast der Republik. Für fünf Euro konnten die wenigen, die eine Karte erhaschen konnten die künstlich geschaffene Ruine besichtigen.

Wer den Palast aus früheren Tagen kannte, den beschlich ein merkwürdiges Gefühl der Grabesstimmung. Nur das kräftige Stahlskelett überstand bisher die Tortur. Schade, dass die zentral vorgegebenen Fakten für die Führung vielfach an der Wahrheit vorbeischrammten. Neu aber, die “Sanierung” habe deshalb soviel länger gedauert und mehr gekostet, weil der Asbest so hart ummantelt gewesen sei.
Fast sämtliche Besucher bedauerten den beschlossenen Abriss des früher von der Bevölkerung stark frequentierten Hauses. Natürlich fand sich auch einer, der ins Besucherbuch eintrug, man solle endlich “Erichs Lampenladen abreißen.” Leider sind die Karten schon ausverkauft. Vielleicht wird die Öffnung ob des großen Interesses verlängert. Eine sommerliche Zwischennutzung bis zum noch nicht feststehenden Abriss strebt ohnehin der Verein “Pro Palast” an. Günther Kunath

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