Erste Ziegelsteine sind gelegt

Für das Fundament des 12 Meter hohen Minaretts der Khadija-Moschee sind die ersten Ziegelsteine gelegt.

Hinter einem kaum übersehbaren eigenen Sicherheitsaufgebot hatten sich am 2. Januar die Muslime der bisher im Nachbarbezirk Reinickendorf ansässigen Ahmadiyya Glaubensgemeinde auf ihrem vor einem Jahr gekauften Grundstück an der Tiniusstraße 5-8 versammelt. Unterstützung bekamen sie von der  Polizei, die mit etwa 90 Einsatzkräften im Kiez im Einsatz war. Denn auf der einen Seite, hinter dem Blechzaun des Grundstückes, hatte die Ahmadiyya-Gemeinde eigens zwei Zelte aufgestellt. Eines, in dem der Kalif mit den Gläubigen der Gemeinde Verse aus dem Koran zelebrierte. In dem zweiten, etwas abseits aufgestellt, durften die Frauen getrennt von den Männern ihre Gebete abhalten. Auf der anderen Seite des Blechzauns brachten etwa 100 Heinersdorfer lautstark ihren Protest zum Moscheeneubau zum Ausdruck. „Ich habe nichts gegen diese Menschen“, sagt eine Anwohnerin. „Doch warum bauen die Muslime eine Moschee in einem Kiez, in dem keine Muslime wohnen?“ fragt sie.
Indes hatten Befürworter des Moscheebaus versucht, mit einem Transparent die angemeldete Gegendemonstration zu stören. Sie wurden kurzer Hand von der Polizei des Platzes verwiesen.
Seit Bekanntwerden des Moscheeneubaus im Frühjahr vergangenen Jahres hatte es zahlreiche Proteste, Demonstrationen, Unterschriftensammlungen und Lichterketten von Anwohnern gegeben. Spätestens 2008 soll das Gotteshaus für Jedermann offen sein. Insgesamt eine Million Euro werde in das Vorhaben investiert. Auf dem einstigen Grundstück einer Sauerkrautfabrik wird nach dem vom Bezirk genehmigten Bauantrag eine sich über zwei Geschosse erstreckende Moschee mit einer 4,5 Meter hohen Kuppel und einem zwölf Meter hohen Minarett gebaut.     (Mienleh)

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