Theaterdirektor hofft auf Politik

“Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass unsere schlimmsten Befürchtungen wahr geworden sind.”
Die vor kurzem aufgrund von Liquiditätsproblemen mit dem Fonds “Grundbesitz Invest“ in die Schlagzeilen geratene Fondsgesellschaft der Deutschen Bank – die DB-Real-Estate – hat den beiden historischen Max-Reinhardt-Theatern am Kurfürstendamm zum 31.12.2006 gekündigt”, so Theaterdirektor Martin Woelffer in einer Pressemitteilung. Weiter heißt es: “Ich bin von diesem scheinbar willkürlichen Vorgehen erschüttert. Wir werden unsere 80 Mitarbeiter in einer Betriebsversammlung darüber informieren, dass unsere Existenz und damit ihre Arbeitsplätze akut gefährdet sind. Die Situation ist umso dramatischer, da bereits abgeschlossene Verträge mit Schauspielern, Bühnenverlagen und Regisseuren für das Jahr 2007 nicht realisiert werden können und eine seriöse Planung nun nicht mehr möglich ist. Dabei die eigene Machtlosigkeit zu spüren ist sehr schmerzhaft. Nun bleit uns nur darauf zu hoffen, dass der Senat von Berlin, der Bezirk Charlottenburg- Wilmersdorf und die Öffentlichkeit uns weiterhin unterstützen und für den Erhalt der traditionsreichen Theater kämpfen.”
In den Foyers des Theaters am Kurfürstendamm und der Komödie liegen Unterschriftenlisten für den Erhalt der Theater aus.
Brigitta Valentin

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