Massimo ist der Berlinale nachgezogen

Massimo

Zum 13. Male wurde der Premio Bacco verliehen – zum ersten Male im Marriott 1
Massimo Mannozzi ist ein Gastgeber der besonderen Art. Seit über 35 Jahren empfängt er in seinem “Bacco” in der Marburger Straße seine Gäste – seit ebensoviel Jahren Stars aus dem sonnigen Italien. Noch heute lacht dem Gast die junge Gina Lollobrigitta entgegen – ein Foto aus den frühen Jahren des Ristorante. Mannozzi hat wohl als erster im vergangenen West-Berlin das Prominenten-Lokal kreiert. Am 21. Februar 1993 wurde eine neue Idee im Ristorante Bacco geboren: Italienische Filmjournalisten/kritiker gebaren zusammen mit dem Wirt Mannozzi die Idee, künftig während der Berlinale einen Filmpreis zu verleihen, einen italienischen Preis für Italiener, um die italienische Filmkunst sozusagen ins rechte Licht zu rücken. Berühmtheiten wie Sophia Loren und Claudia Cardinale, Mario Adorf, Bruno Ganz und Jürgen Prochnow wurden bereits für ihre Leistungen mit dem “Premio Bacco Speziale” geehrt.
Am 17. Februar nun wurde der Preis bereits zum 13. Male während der italienischen Filmgala “Notte delle Stelle” (Nacht der Stars) vergeben. Und diese Event fand erstmals nicht mehr im dem Bacco benachbarten Steigenberger Berlin statt, sondern erstmals im Marriott Berlin. Die italienische Filmnacht ist sozusagen der Berlinale nachgezogen, hat ihre Zelte inmitten des Filmfestivals aufgeschlagen.
Mehr als 370 Gäste, darunter Ex-Bundespräsi­dent Walter Scheel, der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses Walter Momper, Victor Glowna und Markus Wolf, waren gekommen, um das Galamenü – ein Team um Bacco-Kü­chenchef Renzo Pasolini und Marriott-Küchenchef Jens Jüttner sorgte sich um das leibliche Wohl – zu genießen, noch mehr aber die Preisträger zu feiern. Der Preis der italienischen Filmkritiker, der Premio Bacco, ging an Martina Gedeck (Elementarteilchen) und an Pierfrancesco Favino (Romanzo Criminale). Besonders gefeiert wurde natürlich der Stargast des Abends, die ewig junge und schöne Ornella Muti. Der Premio Bacco Speziale war die würdige Ehrung für filmisches Lebenswerk. Eine “Sonderpreis für deutsch-italienisches Engagement” hatte sich Opernsängerin Lucia Aliberti im wahrsten Sinne des Wortes ersungen.
Natürlich gab es traditionell auch eine Tombola: Hauptpreis war eine Woche in Massimo Mannozzis Hotel Bacco in der Toskana.
Text & Foto: Udo Rößling

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