IFA 2003 mit Rekordbeteiligung

Funkausstellung

Wenn vom 29. August bis 3. September die Internationale Funkausstellung (IFA) wieder ihre Tore öffnet, können sich die Besucher – wie alle zwei Jahre – über den „Status Quo“ der Multimedia-Branche informieren. Weit mehr als 900 Aussteller aus über 40 Ländern präsentieren auf einer Ausstellungsfläche von 160.000 Quadratmetern die neuesten Trends und Produkte aus dem innovativen Feld der Consumer Electronics. Alle Global Player sind dabei. Die Hauptrolle der 44. Internationalen Funkausstellung wird eindeutig die „digitale Evolution“ einnehmen. Das gilt für das digitale Fernsehen und den Hörfunk ebenso wie für die neuen Aufzeichnungsmedien. Auch das Fotografieren, die Telekommunikation und die Informationstechnologie basieren heute vollends auf der Digitaltechnik, die sich nicht nur durch eine hervorragende Qualität auszeichnet, sondern auch zahlreiche neue Dienste und Inhalte ermöglicht. Klassische Dienste wie das Fernsehen oder Telefonieren sind nicht mehr an spezielle Geräte gebunden. Sogenannte „Allrounder“ integrieren viele Anwendungsmöglichkeiten in einem Gerät. Dabei wird z.B. das Fernsehgerät vom Spezialisten zum Universalisten: Es kann neben seiner ursprünglichen Funktion auch für das Surfen im Internet, als Steuerzentrale des Energieverbrauchs im Haushalt, zur Überwachung, aber auch zur Betrachtung der Urlaubsfotos genutzt werden.
Für den Konsumenten wird einfach das Beste aus Audio-, Video-, Foto-, Netzwerk- und Computertechnik in intelligenten, einfach bedienbaren Produkten zusammengefasst. Kein Wunder also, dass die Funkausstellung längst nicht mehr die klassische Radio/Fernseh-Messe ist.
Im besonderen Fokus der IFA 2003 wird die Gerätevielfalt fürs Heimkino stehen: vom Breitbild-Röhrengerät über den LCD-Fernseher bis hin zu den Plasmabildschirmen und Projektionsgeräten („Beamer“). Immer mehr Bundesbürger setzen bereits auf diesen Trend und statten ihre „Home-Cinemas“ mit großen Bildschirmen, den aktuellsten DVD-Spielern und leistungsstarken Surround-Sound-Anlagen aus. Eingeläutet wurde dieser Trend in den letzten Jahren– so behaupten Experten – durch den Riesenerfolg des DVD-Spielers (der Absatz von DVD-Spielern stieg im Jahr 2002 um mehr als 1000 Prozent an). Da mittlerweile auch jeder neue Computer von Hause aus mit DVD-Player und – ganz wichtig -DVD- Writer ausgerüstet wird, steht dem weiterem Erfolg dieser Entwicklung praktisch nichts mehr im Wege.
Die IFA 2003 wird zugleich die „Messe der superflachen Bildschirme“. Die neuen Bildschirmtechnologien erlauben es sogar, die Fernseher platzsparend wie ein Bild an die Wand zu hängen. In der Preiskategorie eines „van Gogh“ sind sie zwar nicht angesiedelt, dennoch sollte man schon etwas tiefer in die Tasche greifen, um in diesen Genuss zu kommen. Zu den weiteren Glanzstücken der IFA wird auch dieses Jahr wieder der HiFi/High End-Bereich zählen. Fast schon traditionell können die Messe-Besucher den Klängen der „teuersten HiFi-Anlage“ lauschen. Auch Stereo-Anlagen fürs Auto sowie Navigationssysteme dürften dieses Jahr hoch im Kurs stehen. Dies gilt ebenso für den den Mobilfunk, der sich auf der Schwelle zum Breitbanddienst (UMTS) befindet. Die Funkausstellung ist jedoch mehr als eine Neuheitenschau. Ein attraktives Rahmenprogramm, vorallem auf den fünf grossen Bühnen von ARD und ZDF, in den Hallen 2,2 und 6,2, sorgt für die nötige Abwechslung. Und auch der Sommergarten, wo täglich ein buntes Programm, aus Musik, Informationen und Unterhaltung geboten wird, dürfte wieder viele tausend IFA-Besucher ins Freie locken.
Starten wird die IFA 2003 gleich mit einem Paukenschlag. Nach dem Riesenerfolg auf IFA 2001 wird die „IFA-Night“ diesmal am ersten Messetag (Freitag, 29.8.) veranstaltet. Geplant sind verschiedenste Attraktionen in den Hallen und auf dem Freigelände sowie ein abschließendes Feuerwerk am Funkturm.
Bei soviel Programm und Innovationen haben Veranstalter, Aussteller und Besucher allen Grund, der kommenden Funkausstellung mit Zuversicht und Optimismus entgegen zu sehen. Nach Auskunft des Messe Berlin-Geschäftsführers Dr. ChristianGöke „schwimmt die IFA gegen den Strom: Während viele andere internationale Messen seit geraumer Zeit Aussteller und Mietflächen einbüßen, ist die IFA auf Wachstum und Erfolg programmiert.“ Die Industrie reagiere antizyklisch und setze voll auf die Konjunktur-Lokomotive IFA. Dr. Christian Göke. Steffen Bank

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