Fünf Jahre Ronald McDonald Haus:

Nähe hilft heilen! – Die McDonald’s Kinderhilfe hatte ins Hotel Estrel geladen. Anlass für die After-Dinner-Party war ein kleines Jubiläum: Im November vor fünf Jahren wurde das Ronald McDonald Haus in der Seestraße im Wedding eröffnet.

Das Ereignis diente nicht nur dazu, den geladenen Gästen eine stolze Bilanz vorzutragen, sondern ihnen auch den nicht immer leichten Weg des Hauses nahe zu bringen. Ein gewichtiger Punkt hierbei war die Erinnerung an den beliebten, leider viel zu früh verstorbenen Berliner Schauspieler Günter Pfitzmann, der von Anfang an Förderer und Schirmherr des Hauses im Wedding war. Nach dem Willen des Gründers der Fast Food-Kette, die bekanntlich Deutschlands umsatzstärkster Gastronom ist, können Eltern und Geschwister von schwer erkrankten Kindern in den (13 deutschen) Häusern der McDonald’s Kinderhilfe gGmbH  zu einem äußerst günstigen Preis wohnen, während die Kinder im unmittelbar benachbarten Krankenhaus behandelt werden. Denn eine solche Nähe hilft heilen!
Die Berliner 5-Jahres-Bilanz kann sich sehen lassen. Das Haus bietet 29 Familien Platz, die pro Nacht und Appartement 15 Euro zahlen (Kosten, die oft auch von den Krankenkassen übernommen werden). Die Familien bleiben durchschnittlich 37 Tage im Haus, der längste Aufenthalt bisher dauerte 18 Monate. Jedes Jahr wohnen rund 500 Familien im Ronald McDonald Haus – insgesamt 42.000 Übernachtungen wurden bisher gezählt. Das macht eine durchschnittliche Auslastung von 84,9 Prozent aus. Den Gästen bieten drei Mitarbeiterinnen und acht ehrenamtliche Helfer Hilfe und Unterstützung an. Die jährlichen Betriebskosten betragen 150.000, von denen zwei Drittel aus Spenden finanziert werden, der Rest kommt aus den Übernachtungserlösen.
Der Geschäftsführer der McDonald’s Kinderhilfe Deutschland, Manfred Wetzel, und die Leiterin des Berliner Hauses, Heike Strehle, trugen die stolze Bilanz vor. Der Abend ging mit einer Tombola zu Ende. Als Glücksfee betätigte sich Lilo Pfitzmann, die Witwe des Schauspielers, die zusammen mit Sohn Andreas Ehrengast der Veranstaltung war. Text und Foto: Udo Rößling

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