Bürgerinitiative zum Werden des neuen SEZ

In den Wochen der Entscheidung um die Zukunft des SEZ war die Aufregung vor allem bei jenen Berlinern groß, die ständige Gäste in diesem beliebten Freizeit und Erholungszentrum in Friedrichshain waren. Doch dabei ließen es Bürger aus der unmittelbaren Umgebung nicht bewenden. Sie fanden sich in der Bürgerinitiative „Rettet das SEZ“ zusammen und organisierten Widerstand gegen einen drohenden Abriss. Es gelang zwar nicht das SEZ als kommunale Einrichtung zu erhalten, doch zusammen vor allem mit Politikern der PDS konnte der Abriss verhindert und ein Neuanfang mit einem privaten Unternehmer gewagt werden.  Unser Mitarbeiter Günther Kunath sprach mit Frau Maria Aschmutat, einer Vertreterin der Initiative über ihre Erwartungen für die Zukunft des SEZ.

Berliner Lokalnachrichten: Hat sich Ihr damaliges Engagement gelohnt?
Bürgerinitiative: Durchaus. Durch unser Eintreten für den Erhalt des SEZ, gemeinsam mit den SEZ- Mitarbeitern, Nutzern des SEZ und Politikern, wurde der Abriss verhindert. Zwar konnte das SEZ nicht als kommunale Einrichtung erhalten werden, doch die Übergabe des Komplexes an Herrn Löhnitz sicherte das Überleben. Sein Konzept überzeugt uns von der Richtigkeit des bisherigen und zukünftigen Vorgehens beim Umbau des SEZ.

Berliner Lokalnachrichten: Wie wünschen Sie sich die Zukunft des SEZ?
Bürgerinitiative: Wir gehen weniger von unseren Wünschen aus, eher von den berechtigten Bedürfnissen der potenziellen Nutzer. Sie erwarten, dass das SEZ schrittweise ein Zentrum mit vielseitigem Angebot für Sport und Erholung, vielleicht auch wieder für Gesundheitssport wird. Auch wir halten den Wasserbereich für besonders wichtig, weil Bewegung im Wasser für die Gesundheit von Köper und Geist für viele Menschen unentbehrlich ist. Ein komplexes Hallenbad ist außerdem auch attraktiv für Säuglings- bis zum Seniorenschwimmen. Die Preise sollten differenziert gestaltet werden, damit auch Kindern, Familien und Bürgern mit kleinem Geldbeutel ein Besuch möglich wird.

Berliner Lokalnachrichten: Der Investor betonte in seinem Interview auch die Bedeutung verschiedenster Veranstaltungen im SEZ. Wie stehen Sie dazu?
Bürgerinitiative: Wir begrüßen auch Veranstaltungen der verschiedenster Art. Neben der bisherigen Praxis können wir uns auch sportliche Wettkämpfe, organisiert gemeinsam mit Sportvereinen vorstellen. Das könnte von Boxen über Tischtennis bis zu Schach reichen. Kinderveranstaltungen u. a. mit Gerhard Schöne oder Ulf und Zwulf würden sicher gern angenommen, wie auch Seniorenveranstaltungen.

Berliner Lokalnachrichten: Was können und werden Sie tun, um den Investor zu bestärken, das vertraglich zugesicherte Niveau eines komplexen SEZ zu realisieren?
Bürgerinitiative: Wir wollen unser Vertrauen, das wir dem Investor entgegenbringen auch den Bürgern vermitteln, die sich als künftige Nutzer für die SEZ-Umgestaltung interessieren. Die Fragen und Gedanken dieser Bürger möchten wir an Herrn Löhnitz weiterleiten. Dazu wären sicherlich Informationsgespräche mit dem Investor nützlich.
Auch könnten Informationen über die Presse, z. B. in den Berliner Lokalnachrichten, im ND, in der Berliner Zeitung und anderen dazu beitragen, das SEZ immer wieder ins Gesichtfeld der Bürger, die künftigen Nutzer, zu rücken.

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