Berliner Meisterköche

Berliner Meisterköche

Nun stehen sie fest, die Berliner Spitzen, die in den Restaurants, Restaurantküchen und -kellern den Ton angeben.

Dabei hatte die Jury des 10. Jahrgangs des Wettbewerbs um den “Berliner Meisterkoch” keine leichte Aufgabe zu bewältigen, galt es doch aus 52 Kandidaten die sechs Besten auszuwählen. Diese nun wurden jüngst der Öffentlichkeit, richtiger den Medien vorgestellt.
Ab sofort darf sich Thomas Kellermann, der Küchenchef im Restaurant Vitrum im Ritz-Carlton, mit dem Titel “Berliner Meisterkoch 2006” schmücken. Kellermann, der noch kein Stern für sein Restaurant erkocht hat, kam vor allen Berliner Sterneträgern ein, deren es aktuell noch acht gibt und die allesamt Mitbewerber waren. Der neunte Stern ging der Metropole verloren, denn das von René Conrad bekochte Restaurant hatte vor einiger Zeit geschlossen (heute jedoch mit völlig neuem Konzept und neuem Küchenchef wieder am Restaurant-Markt.
Frank Schreiber, er hatte einst im Hilton Berlin gelernt, dann sich an den Herd des elterlichen Betriebs – des “Goldenen Hahns” in Finsterwalde – gestellt, wo er seit Jahren inmitten einer kulinarischen Wüstenei eine feine Küche zelebriert. Er ist der “Brandenburger Meisterkoch 2006”.
Jörg Behrend vom Restaurant “Vivaldi” im Schlosshotel im Grunewald, gilt als “Aufsteiger des Jahres 2006”. Die kulinarische Seite rundet eine junge Frau ab: Melanie Wolter aus dem Restaurant “Fischers Fritz” im The Regent Berlin. Sie überzeugte die Jury erfolgreich mit ihren süßen Kreationen: “Berliner Patissière 2006” ist ihr neues Aushängeschild.
Zu einem guten Mahl gehört ein guter Wein – das weiß natürlich der Genießer – ein guter Ratschlag, eine entsprechende Empfehlung ist deshalb durchaus erwünscht. Am besten hat dies in diesem Jahr Gunnar Tietz im “First Floor” des Hotel Palace Berlin zelebriert, der “Berliner Sommelier 2006”. Das Ganze wird natürlich durch einen eleganten Service abgerundet. Dafür steht die Schwarze Brigade und deren Chef. Hervorragend funktioniert dies im Feinschmecker-Restau­rant “Lorenz Adlon” im Adlon Kempinski Berlin am Pariser Platz, wo Gerhard Retter für den entsprechenden Service sorgt, was ihm den Titel “Berliner Maître 2006” einbrachte.
Am 28. Oktober wird es wieder das bereits traditionelle Menü im InterContinental geben, zubereitet von den Berliner und Brandenburger Meistern. Dort, so Professor Dr. Dieter Großklaus, der ewige Vorsitzende der Jury (er ist seit dem ersten Jahrgang dabei), erwartet die Teilnehmer eine weitere Überraschung: Im 10. Jahr des Wettbewerbs soll ein “Berliner Ehrenkochmeister” gekürt werden. Da hätten wohl Matthias Buchholz (First Floor) oder Thomas Kammeier (Hugos im InterContinental) die größten Chancen. Beide waren bereits dreimal Berliner Meisterkoch. Die Waagschale könnte sich zugunsten Kammeiers neigen, sollte mit der Ehrung auch das Verdienst des InterContinentals um den Wettbewerb einbezogen werden: Im Ballsaal des Hotels findet die kulinarische Gala, die den Wettbewerb krönt, ebenfalls zum 10. Male statt.
Text & Photo: Udo Rößling

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