Jubiläum mit Sternschnuppen: Stiftung Planetarium Berlin lädt am 12. August 2023 zur 10. Langen Nacht der Astronomie

In this 30 second exposure, a meteor streaks across the sky during the annual Perseid meteor shower, Tuesday, Aug. 10, 2021, in Spruce Knob, West Virginia. Photo Credit: (NASA/Bill Ingalls)

Zur Sternschnuppennacht der Perseiden-Ströme am 12. August lädt die Stiftung Planetarium Berlin zusammen mit den Vereinen der Berliner Planetarien und Sternwarten auf das Tempelhofer Feld. Von 17 – 01 Uhr erwartet Besucher ein kostenfreies Jubiläumsprogramm für Groß und Klein.

Was leuchtet und bewegt sich da am Firmament? Ist es ein Stern, ein Planet oder ein vorbeiziehender Satellit? Unter den Sternschnuppen des Perseiden-Meteorstroms beantworten Experten der Stiftung Planetarium Berlin sowie deren astronomische Fördervereine diese und viele weitere astronomische Fragen bei der 10. Langen Nacht der Astronomie. Auf dem Tempelhofer Feld wird den Besuchern ein Jubiläumsfest mit kostenfreiem Programm geboten, das für den magischen Kosmos der Astronomie begeistert: Himmelsbeobachtungen mit Teleskopen, Ausflüge in die Fernen des Universums unter der mobilen Planetariumskuppel INTENSE, Stern- und Astrosprechstunden, eine »Cosmorama« Sondersendung mit FluxFM Moderatorin Katia Berg und Stiftungsvorstand Tim Florian Horn, zahlreiche Mitmach-Aktionen für Kinder, ein Science Slam, Live-Musikund weitere spannende Programmpunkte.

Sternenfans haben bei der Langen Nacht der Astronomie die Möglichkeit, mithilfe zahlreicher Teleskope unter Anleitung selbst in den Himmel zu schauen und Planeten wie Jupiter und Saturn oder auch Doppelsterne und Deepsky-Objekte wie Kugelsternhaufen zu beobachten. Das Datum der Langen Nacht fällt – nicht zufällig – zusammen mit dem Höhepunkt des Perseiden-Meteorstroms. So können Besucher*innen ganz ohne Teleskop auch zahlreiche Sternschnuppen beobachten. Zum Höhepunkt der Perseiden in der Nacht vom 12. auf den 13. August ist mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde zu rechnen. In den Tagen davor und danach sind bis zum 24. August stündlich noch um die 50 Sternschnuppen am Himmel zu sehen. Die beste Beobachtungszeit ist bei klarem Wetter zwischen 22 und 4 Uhr morgens.

Die Perseiden sind aufgrund ihres Auftretens im Hochsommer der bekannteste Sternschnuppenstrom. Sie sind nach dem Sternbild Perseus benannt, da ihr Ausstrahlungspunkt – der sog. »Radiant«, in diesem Sternbild liegt und sie scheinbar von hier aus ihre Bahnen in alle Richtungen über den Himmel ziehen. Es ist ein ähnlicher Effekt, als wenn man mit dem Auto durch ein Schneegestöber fährt. Andere bekannte Sternschnuppenströme sind die Leoniden aus dem Sternbild Löwe oder die Geminiden aus dem Sternbild Zwillinge. Das Material für die Sternschnuppen, das in unserer Lufthülle verglüht, stammt meist von Kometen, bei den Perseiden vom Kometen 109/P Swift-Tuttle. Kleine Teilchen, die von diesem Kometen abgebrochen sind, haben sich als Staubwolke im All entlang seiner Bahn verteilt. Einmal im Jahr durchquert die Erde diese Staubwolke. Je dichter der Staub an der Stelle ist, an der die Erde die Wolke passiert, desto mehr Sternschnuppen gibt es.

Die Lange Nacht der Astronomie knüpft an die Tradition der Straßenastronomie an, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Berlin populär wurde. Damals fanden sich auf vielen öffentlichen Plätzen Berlins Astronominnen und Astronomen mit selbstgebauten oder geretteten Fernrohren, die den Berlinern den damals noch sehr wenig lichtverschmutzten Himmel näherbrachten. 2014 wurde die Lange Nacht ins Leben gerufen, um die Begeisterung für die Himmelsbeobachtung zu teilen und feiert in diesem Jahr ihr zehntes Jubiläum. Die Lange Nacht der Astronomie ist in diesem Jahr erneut Teil des Kultursommerfestivals Berlin und findet in Kooperation mit Kulturprojekte Berlin statt. Ort der Veranstaltung ist das Tempelhofer Feld (Zugang über Tor 9 / Nähe S+U Bahnhof Tempelhof).

Die Stiftung Planetarium Berlin vereint die astronomischen Einrichtungen der Hauptstadt. Die Archenhold-Sternwarte sowie die Wilhelm-Foerster-Sternwarte zählen zu den traditionsreichsten Volkssternwarten Deutschlands, während das Planetarium am Insulaner und das Zeiss-Großplanetarium als modernste Wissenschaftstheater Europas relevante und innovative Vermittlungsformen anbieten.

Mehr Infos unter www.planetarium.berlin/LNDA

Bildnachweise: ©NASA/Bill Ingalls

Dieser Inhalt ist nur für registrierte Nutzer sichtbar. Wenn Sie sich bereits registriert haben, melden Sie sich bitte an. Neue Nutzer können sich weiter unten registrieren.

Anmelden

zehn + acht =