
Berlin hat mit den Bauarbeiten zur umfassenden Neugestaltung des Rathaus- und Marx-Engels-Forums begonnen. Ende Juni gaben der Regierende Bürgermeister Kai Wegner, die Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Ute Bonde, die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Franziska Giffey, sowie Vertreter des Bezirks Mitte und der Grün Berlin GmbH mit einem symbolischen Spatenstich am Spreeufer den Startschuss für den ersten Bauabschnitt.
Zunächst wird der Abschnitt zwischen Karl-Liebknecht-Straße und Rathausstraße direkt an der Spree umgestaltet. Geplant sind eine breite Treppen- und Rampenanlage, die barrierefreien Zugang zum Wasser bietet, sowie Sitzstufen zum Verweilen. Am Fuß der Treppe ist ein Wasserspiel mit feinem Sprühnebel vorgesehen, das in den Sommermonaten für Abkühlung sorgen soll. Außerdem werden klimaresistente Baumarten wie Ungarische Eiche, Silberlinde oder Japanischer Schnurbaum gepflanzt, die Schatten spenden und das Mikroklima verbessern.
Das Projekt basiert auf einem sechsährigen Beteiligungsprozess, der zwischen 2015 und 2021 durchgeführt wurde, sowie auf dem Siegerentwurf eines internationalen landschaftsplanerischen Wettbewerbs. Ziel ist es, im historischen Herzen Berlins einen grünen und zugleich modernen Stadtraum zu schaffen, der Aufenthaltsqualität, Freizeitangebote, kulturelle Bedeutung und touristische Attraktivität miteinander verbindet. Hoffen wir, dass sich nicht nur Obdachlose und Alkoholiker dort wohl fühlen und den Platz belagern werden.
Während der Bauarbeiten wird das Marx-Engels-Forum ab Anfang Juli weitgehend abgesperrt. Die bekannte Marx-Engels-Denkmalgruppe wird in dieser Zeit nicht zugänglich sein. Der Uferweg entlang der Spree bleibt jedoch nutzbar. Der Abschluss des ersten Bauabschnitts ist für 2027 vorgesehen, anschließend folgt die Umgestaltung des Rathausforums nördlich der Spandauer Straße.
Das Gesamtprojekt kostet mindestens 34 Millionen Euro Steuergeld – spätere Verteuerung nicht ausgeschlossen. Die Finanzierung erfolgt aus Steuereinnahmen des Bundes, des Landes Berlin sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
Bild: Konstantin Börner
Dieser Inhalt ist nur für registrierte Nutzer sichtbar. Wenn Sie sich bereits registriert haben, melden Sie sich bitte an. Neue Nutzer können sich weiter unten registrieren.