Silvester im JW Steakhouse: Ein Abend für gute Gespräche und ein besonderes Menü

Chateaubriand vom schleswig-holsteinischen Rinderfilet_JW Steakhouse
Chateaubriand vom schleswig-holsteinischen Rinderfilet im JW Steakhouse

Große rote Samtsessel, dunkle Holzwände und nostalgische Art-Déco-Lampen: Das JW Steakhouse im JW Marriott Hotel Berlin hat jene gediegene Atmosphäre, in der man sich gern auf einen längeren Abend einlässt. Hier, in der Stauffenbergstraße 26 gegenüber dem Bendlerblock, geht es an Silvester nicht um die möglichst große Party, sondern um das gemeinsame Essen, aufmerksamen Service und Zeit miteinander. Ein Vorabessen am 12. Oktober gab bereits einen Vorgeschmack auf den Jahreswechsel.

Grillmeister und Küchenchef Mirco aus Argentinien stellte die Gänge persönlich vor. Dass gutes Essen und gute Gespräche einander bestens ergänzen, zeigte sich dabei fast zu deutlich: Die Journalisten kamen mit General Manager Michael Hopf und Verkaufsdirektor Thomas Hollstein so ausgiebig ins Gespräch, dass die Stunden verflogen. Als die Gäste dem Küchenchef zum Abschluss ihre Anerkennung aussprechen wollten, hatte er nach langer Schicht das Haus bereits verlassen. Das Lob sei deshalb hier nachgereicht: Das Menü war hervorragend aufeinander abgestimmt. Bei aller Vielfalt der Zutaten blieb eine klare Linie erkennbar – bis zu jenem Rinderfilet, das den Höhepunkt des Abends bildete.

JW-Küchenchef und Grillmeiser Mirco aus Argentininen
JW-Küchenchef und Grillmeister Mirco aus Argentininen.

Vom kleinen Auftakt zum großen Auftritt am Tisch

Das Silvestermenü beginnt mit einem Welcome Bite aus Potato Pavé, Jakobsmuschel und Ikura. Danach folgt eine Minestrone Royale mit Gartengemüse, Cannellini-Bohnen und Basilikum-Pesto. Schon diese Abfolge macht deutlich, dass sich das Steakhouse zum Jahreswechsel nicht allein auf sein namensgebendes Metier beschränkt: Fisch, Meeresfrüchte und Gemüse haben in diesem Menü ihren eigenen Platz.

Besonders schön ist die Idee, mehrere Gerichte zum Teilen zu servieren. Markknochen mit pochierter Auster und Beef Tatar gehören ebenso dazu wie Hummerschwanz auf Tintenfisch-Risotto, begleitet von Fenchel und Safranöl. Das gemeinsame Zugreifen passt zu einem Abend, an dem niemand nach dem letzten Bissen gleich wieder aufbrechen möchte. Statt einer streng für sich angerichteten Folge von Tellern entsteht ein Essen, das die Tischgesellschaft zusammenbringt.

Im Mittelpunkt steht schließlich das Chateaubriand vom deutschen Rinderfilet. Es wird direkt am Tisch tranchiert – ein klassisches Steakhouse-Ritual, das dem Hauptgang die Aufmerksamkeit gibt, die er verdient. Dazu kommen Babykartoffeln, saisonales Gemüse und Rahmspinat; Portweinsauce und Chimichurri ergänzen das Fleisch auf unterschiedliche Weise.

Beim Vorabessen war gerade dieses Filet ein überzeugendes Argument für einen Besuch. Präzise gegrillt und mit sorgfältig gewählten Beilagen serviert, war es der Gang, an den man sich auch nach dem Abend noch besonders gern erinnerte. Das Fleisch stammte nach Auskunft des Hauses von Otto Gourmet und kam aus Schleswig-Holstein. Dass ein großes Steakhouse-Erlebnis keineswegs amerikanisches Beef voraussetzt, ließ sich hier sehr angenehm feststellen.

Nach dem kräftigen Hauptgang setzt das Dessert einen anderen Akzent: Ein Mille-Feuille von Vanille und Birne wird mit pochierter Birne, Mandelcrumble und Zitronensorbet serviert. Damit endet das Menü nicht einfach bei einer weiteren üppigen Schokoladenkreation, sondern bei einer Kombination aus Frucht, Vanille und einem frischen Zitrusabschluss.

Am 31. Dezember beginnt das Silvester-Dinner im JW Steakhouse um 20.30 Uhr. Das mehrgängige Menü kostet 210 Euro pro Person; Wasser, Kaffee und Tee sind enthalten. Gedacht ist der Abend für Gäste, die den Jahreswechsel in ruhiger Restaurantatmosphäre verbringen möchten – mit Gesprächen am Tisch statt Tanzfläche nebenan.

Silvesterball als festliche Alternative

Wer zum Jahreswechsel lieber tanzt und ausgiebig feiert, findet im selben Hotel ein zweites, eigenständiges Angebot. Der Silvesterball in der Hall Berlin und der Bar26 beginnt bereits um 20 Uhr. Für 299 Euro pro Person sind Gala-Buffet, Getränkepaket und Mitternachtssnack eingeschlossen. Eine Live-Band und ein DJ begleiten den Abend, bevor die Gäste beim gemeinsamen Countdown das neue Jahr begrüßen. Anschließend geht die Feier in der Bar26 weiter.

Auch kulinarisch setzt der Ball andere Akzente als das servierte Steakhouse-Menü. Auf dem Buffet stehen unter anderem Gillardeau-, Tsarskaya- und Fine-de-Claire-Austern, King Prawns sowie geräucherte und gebeizte Fische. An den Carving-Stationen werden Gans, Dry-Aged-Tomahawk, Kalbs-Wellington und Havelländer Apfelschwein frisch aufgeschnitten. An der Teppanyaki-Station bereitet das Küchenteam Gelbflossen-Thunfisch, Königslachs und Helgoländer Hummer vor den Augen der Gäste zu. Steinpilzravioli aus dem Parmesanlaib und eine Crêpe-Suzette-Station gehören ebenfalls zum Angebot. So stehen zwei unterschiedliche Vorstellungen eines gelungenen Silvesterabends zur Wahl: das persönliche Dinner im Steakhouse und die große Feier mit Buffet, Musik und Tanz.

Ein Haus mit eigener Backstube und weiteren Festtagsangeboten

Beim Vorabessen blieb neben dem Menü auch Zeit, über das Hotel zu sprechen. Michael Hopf leitet das JW Marriott Berlin seit Juni 2026. Der gebürtige Berliner war zuvor zwanzig Jahre im Ausland tätig, zuletzt als Direktor des Westin Hotels in Warschau. Nun begleitet er die Weiterentwicklung des Hauses, dessen Zimmer nach und nach renoviert werden. Mit 505 Gästezimmern gehört das Hotel nahe dem Tiergarten zu den großen Häusern der Stadt.

Einen erfreulich handwerklichen Gegenpol zu dieser Größe bildet die hauseigene Berlin Baking Company. Von dort kommen nach Auskunft des Hotels überwiegend das Brioche im Steakhouse und die Brote für das Frühstück. Brot, Süßgebäck und Kaffeespezialitäten gibt es auch zum Mitnehmen; überschüssige Produkte werden zudem über Too Good To Go zu reduzierten Preisen angeboten.

Die Festtagssaison beginnt allerdings lange vor dem Silvesterabend. Vom 11. November bis zum 19. Dezember serviert das JW Steakhouse täglich ab 17 Uhr ein Gänsemenü für 110 Euro pro Person. Auf eine Gänseconsommé mit Wintergemüse und Sauerteig-Crostini folgen gepresste und confierte Gans mit Rotkohlpüree, Maronencreme und Portwein-Thymian-Sauce. Käse, Petit Fours und süße Köstlichkeiten zum Teilen schließen das Menü ab.

Wer lieber zu Hause Gäste bewirtet, kann ab November „Goose2Go“ bestellen. Zur Wahl stehen klassische Gans, Chateaubriand vom Weiderind oder Duroc-Schweinerücken. Die Box für vier Personen kostet 240 Euro und enthält ein Hauptgericht, vier Beilagen und zwei Saucen nach Wahl. Bestellt werden muss mindestens 48 Stunden vor der gewünschten Abholung.

Vor dem Hoteleingang öffnet vom 23. November bis zum 20. Dezember außerdem ein kleiner Weihnachtsmarkt. Käsespätzle, Kartoffelpuffer, Raclette-Kartoffeln und Apfelstrudel, dazu Glühwein, Spiced Tea oder Eggnog, bilden den kulinarischen Rahmen. Gruppen können Arrangements ab zehn Personen und 65 Euro pro Person buchen; eine exklusive Reservierung ist ab 60 Personen möglich. An ausgewählten Wochenenden steht der Markt auch Individualgästen offen.

Terrasse und Eingang JW Steakhouse in der Stauffenbergstraße Berlin
Terrasse und Eingang JW Steakhouse in der Stauffenbergstraße Berlin

Im Restaurant The Market wird am 26. November von 18 bis 21 Uhr Thanksgiving gefeiert – unter anderem mit gefülltem Truthahn, Prime Rib, Süßkartoffelpüree und Cranberry-Sauce sowie Pumpkin Pie und Pecan Pie zum Abschluss. Das Buffet kostet 99 Euro pro Person, mit Getränkepaket 139 Euro. An Heiligabend folgt im Steakhouse ein Sechs-Gänge-Menü für 129 Euro inklusive Aperitif; am 25. Dezember lädt The Market von 12 bis 15 Uhr zum Weihnachtsbrunch für 99 Euro beziehungsweise 139 Euro mit Getränke-Arrangement ein.

Bilder: ©Oliver Numrich/©pegü

Dieser Inhalt ist nur für registrierte Nutzer sichtbar. Wenn Sie sich bereits registriert haben, melden Sie sich bitte an. Neue Nutzer können sich weiter unten registrieren.

Anmelden

eins × drei =