Zapf-Grundstück in Diskussion

BürgerInnen, Bezirk und Unternehmen haben einen Entwurf zur künftigen Bebauung des Grundstücks Köpenicker Straße 14 in Friedrichshain-Kreuzberg öffentlich diskutiert.Peter Zetzsche, Geschäftsführer der Zapf Umzüge AG, stellte am Abend des 20. Januar (2011) am May-Ayim-Ufer die Situation aus Eigentümersicht vor.

Vor vier Jahren kaufte Zapf Umzüge das 12.700 Quadratmeter große Grundstück.

… Das 30 Jahre alte Berliner Unternehmen wolle seinen Betrieb nun auf ein größeres Areal verlegen. Dies sei nur möglich, wenn Zapf durch einen Verkauf des Grundstücks genug Geld zusammenbekomme. Er betonte seine Bereitschaft, die Interessen der BürgerInnen zu berücksichtigen: „Wir würden nicht hier sitzen, wenn wir nicht bereit wären, einem künftigen Investor Energie- und Sozialauflagen ins Buch zu schreiben.“

Bürgerentscheid „Spreeufer für alle!“

An zwei Stellen überschreitet der vorgebrachte Entwurf vor dem Ufer die Vorgaben eines Bürgerentscheids. Das mit dem Entwurf beauftragte Architektenbüro Graft schlug als Ersatz für die Überschreitung zusätzliche öffentliche Fläche im  Grundstückinneren vor.

Der Bürgerentscheid „Spreeufer für alle!“ hatte 2008 festgelegt, dass Neubauten am Spreeufer im Bezirk nicht näher als 50 Meter an die Spreeseite reichen dürfen. Dort soll eigentlich ein durchgehender Wanderweg für die Öffentlichkeit angelegt werden.

Über eine konkrete künftige Nutzung der Grundstücksfläche wurden noch keine Angaben gemacht. Bislang sei kein Investor auf die Zapf Umzüge AG zugekommen.

Die BVV hat das letzte Wort

Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) sprach sich für Baugruppen aus.  Gleichwohl bedauerte er, es sei bislang nur wenigen Baugruppen gelungen, nötigen Wohnraum für Geringverdienende zu schaffen. Besonders hob er die Notwendigkeit des Baus neuer Kitas und Grundschulen hervor. Ein gültiger Bebauungsplan für das Grundstück entsteht erst durch Aufstellungsbeschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Anwohner Peter Schwoch, 43, nahm als Fazit von der Abendveranstaltung positiv mit, dass sie zustande gekommen sei. Organisiert hatte sie der Verein Stadtteilausschuss Kreuzberg.

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