„Heinrich, bist Du‘s?“

Pomp Duckj

Anfang Oktober startete die legendäre „Mutter aller Dinner-Shows“ mit einer vor Lebensfreude sprühenden, temporeichen und fesselnden Show in eine neue Dimension des Genres. „Heinrich, bist du‘s?“ ist ein Spektakel, wie es die Geschichte der Restaurant-Theater noch nicht erlebt und gesehen hat.

Grandiose Künstler verzaubern das Publikum in einer Inszenierung des kanadischen Starregisseurs und Musical-Magiers Dion McHugh mit einer leidenschaftlichen Hommage an Liebe und Sehnsucht, Träume und Hoffnungen, die Lachsalven und Gänsehaut-Gefühle im Minutentakt auslöste. Sich „köstlich“ amüsieren bedeutet bei Pomp Duck and Circumstance auch, dass Abend für Abend nicht irgendein Nobody unter einem Starkoch- Etikett, sondern der 2-Sterne-Koch Gerd Hammes in persona eine Küchenkultur von unvergleichlicher Finesse pflegt. Eingebettet in akrobatische Höchstleistungen und atemberaubende Artistik, entspinnt sich das viergängige Dinner durch eine aberwitzige Story, die den Nerv der Zeit trifft – und den jeden Zuschauers. Szenen voller Romantik und Komik, Intrigen und Illusionen, Zorn und Neid, Gier und Eitelkeit ziehen das Publikum in ihren Bann.
Die Kult-Show fasziniert wie immer durch phantasievolle Kostüme und mitreißende Musik, geniales Lichtdesign und Entertainment von internationalem Format.
Der Lauf der Dinge ist schnell erzählt, die fulminante Handlung aber mit Worten kaum zu beschreiben: Mutti führt seit dem Tod ihres Mannes allein dessen Familienrestaurant mit großer Tradition weiter und will es nun in die Hände eines geeigneten Nachfolgers übergeben. Ihre beiden durchgeknallten Söhne Maurice und Victor kommen dafür nicht in Betracht. Beflügelt von dieser traurigen Erkenntnis, lässt sie den erfolgreichen Entrepreneur und frisch
vermählten Neffen George samt Gattin Sue Ellen aus Texas einfliegen und übergibt ihm das Lokal. Der aber hat damit nichts anderes im Sinn, als endlich mit seiner Fastfood-Kette in Europa Fuß zu fassen. Dieses impertinente Treiben stößt bei den Söhnen auf rabiaten Widerstand – ein Kleinkrieg von gespenstischen Ausmaßen um die Zukunft des Restaurants beginnt, und nach manch unerwarteter Wendung folgt ein überraschendes Ende.
Foto: Gütte

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