Wie Unternehmergeist und Kreativität das Stadtbild verändert

Berlin ist bei vielen für seine futuristischen Attraktionen, missglückten Bauvorhaben und den Hang zur Überschuldung bekannt.

Was jedoch im Verdeckten gärt und für den durchschnittlichen Besucher nicht direkt mit den Händen zu fassen scheint, ist eine unbändige Kreativität und Aufbruchsstimmung, die die Quintessenz junger Künstler und Unternehmensgründer in Berlin ist.

Begünstigt durch niedrige Mieten, attraktive Büros und geringe Lebenshaltungskosten sprießen in der Hauptstadt kleine Boutiquen, ausgefallene Cafés und gefühlte hundert Start-Ups täglich aus dem Boden.

Viele dieser Gründungs-Projekte sind Ideen und  Konzepte junger, abenteuerlustiger Leute aus ganz Deutschland und dem Rest der Welt. Der Wunsch nach mehr Selbstbestimmung und dem eigenen Glück in der Großstadt scheint das neue Erfolgsmodell a la „Made in Berlin“ passend zu beschreiben.

Auf der einen Seite stehen Künstler, die die Hauptstadt als perfekten Standort für die Verbreitung ihrer Ideen entdeckt haben. In lockeren Kollektiven oder Werks-Etagen arbeiten sie miteinander oder nebeneinander an innovativen Projekten.

Für diese Generation dienen soziale Netzwerke zum Arbeitsalltag, das alternative Café um die Ecke zu Gründungsort – wenn nicht sogar Ort des Vertragsabschlusses – für eine neue Geschäftsidee und das Internet zum Treffpunkt mit allen Kontakten – sei es privat oder per Skype im Unternehmenschat.

Viele Start-Ups haben sich mittlerweile nicht nur in den inneren Stadtvierteln Berlins angesiedelt, sondern sogar etabliert. Mitarbeiter von Groupon, Zalando und zahllose App-Entwickler tummeln sich tagtäglich in den Bistros Berlin-Mittes beim „Business-Lunch“ oder treffen sich auf einen After-Work Drink in der Kastanienalle.

Auch für das Berliner Straßen- und Bezirksbild bedeutet dies Veränderung. Die Restaurants stellen sich auf das neue, meist junge und nicht immer ganz finanzstarke Klientel ein. Eckkneipen erleben ein Revival, der Altersdurchschnitt zur Rush Hour in der U-Bahn sinkt merklich und in Berlins Innenstadt sieht man hippe und coole Menschen mit dem „Weg-Bier“ in der Hand auf dem Weg zu einer Vernissage oder einem spontanen Open-Air-Konzert am Kreuzberger Kanal.

Kreativ und ungezügelt auf der einen, erfolgreich und innovativ auf der anderen Seite – das ist Berlin wie es leibt und lebt. Die neue Generation Selbstständiger lässt sich nicht von Baustellen abschrecken oder von Media Spree Investoren beeindrucken und beweist, dass viel Eigeninitiative und Entschlossenheit am Ende des Tages über den Erfolg in Berlin entscheiden.

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