VW-Tochterunternehmen “gedas” kommt gestärkt von der CeBIT 2003

Die weltgrößte Computermesse CeBIT ist am 19. März zu Ende gegangen. Mit rund 560.000 (2002: 674.000) war die Zahl der Besucher zwar geringer als bei der Vorjahresveranstaltung, allerdings war die Bereitschaft, Abschlüsse zu tätigen, deutlich höher. Mehr als 43 % der Besucher kamen laut Besucherbefragungen mit konkreten Investitionsabsichten.

Deshalb zeigten sich viele Aussteller zum Abschluss der Messe wegen guter Geschäftsabschlüsse sehr zufrieden. Vor allem im Mittelstand gebe es zahlreiche Pläne für Investitionen in neue Technologien. Auch gedas, das IT-Tochterunternehmen von Volkswagen mit Sitz in Berlin, konnte mehr als 800 Kunden- und Interessenten zu intensiven Gesprächen und zahlreichen Neubeauftragungen auf seinem Stand begrüßen. Der global tätige IT-Dienstleister präsentierte in Halle 3 innovative Lösungen für die Produktentwicklung, das Ressourcenmanagement und die Logistikprozesse sowie für Vertrieb und Kundenpflege.
Im Mittelpunkt des Messeauftritts standen zwei neue Varianten des Produkts “rvs” (Rechner-Verbund-System) für den elektronischen Datenaustausch und modernste Systemlösungen für die Produktentwicklung in der Automobil- und Fertigungsindustrie unter dem Oberbegriff “gedas PLM Solutions” (Product Lifecycle Management). Weitere Schwerpunkte bildeten Lösungen für den Aufbau und die Organisation komplexer Lieferketten und Produktionsprozesse sowie das umfassende Angebot von SAP- und Outsourcing-Komplettlösungen.
Außerdem zeigte gedas, wie Elektronik im Fahrzeug als Tempomacher zu nutzen ist, denn zukünftige Innovationen im Fahrzeug werden zu 90 Prozent durch elektronische Funktionen ermöglicht. Die Standbesucher erhielten dazu einen Überblick zu den Themen Versions- und Variantenmanagement in Steuergeräteentwicklung, Fahrzeugdiagnose und Steuergerätetest. Mit dem Original-Geländewagen VW Touareg, der Jutta Kleinschmidt bei der Rallye Dakar begleitete, wurde den Messegästen zudem noch ein optischer Leckerbissen geboten.
Abgerundet wurde der erfolgreiche Messeauftritt mit dem gedas Know-how für den Transport- und Logistikbereich sowie für die öffentliche Verwaltung. Besonders im Berlin-Brandenburger Raum ist gedas mit zahlreichen e-government-Projekten für mehrere Bundesministerien, die Berliner Polizei und die Stadt Potsdam aktiv.

Minister und gedas Chef starten Informationskampagne auf CeBIT
Passend dazu haben Harald Wolf, Berliner Bürgermeister und Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, Ulrich Junghanns, Wirtschaftsminister Brandenburg, und Robert Stauß, Vorstandsvorsitzender gedas AG, am 13. März auf dem gedas CeBIT-Stand den offiziellen Startschuss für die Informationskampagne “We make IT.Berlin-Brandenburg” gegeben. Die Kampagne bündelt die regionalen Aktivitäten der IT-Branche und macht sie transparent. Unter www.we-make-it.info werden alle drei Monate Themenschwerpunkte angeboten, der erste ist Verkehrstelematik. “We make IT” wird von verschiedenen öffentlichen Institutionen und Unternehmen der Region unterstützt und getragen.
Robert Stauß, Vorstandsvorsitzender der gedas AG und Schirmherr von “We make IT”, nennt Gründe aus Unternehmersicht für den Standort: “Dass gedas nun schon seit 20 Jahren gemeinsam mit den Wissenschaftseinrichtungen vor Ort einzigartiges IT-Know-how generiert und erfolgreich in die Wertschöpfungsketten weltweit agierender Industrien einbringt, ist auch ein Beleg für die besonderen Alleinstellungsmerkmale der IT-Region Berlin-Brandenburg.”

gedas und M-Tech unterzeichnen Technologiepartnerschaft
Ein weiteres Messe-Highlight stellte der Abschluss einer neuen Technologie-Partnerschaft zwischen M-Tech, einem der bedeutenden deutschen Produzenten und Dienstleister für Verkehrsleit- und Sicherheitstechnik, und gedas als einem der führenden deutschen Telematik-Anbieter dar. Die beiden Unternehmen sagen dem Verkehrskollaps den Kampf an. Kaum eine Stadt in Deutschland hat diese Probleme im Griff. So wollen beide Unternehmen mit der Verbindung von klassischer Verkehrstechnik und einer speziellen Telematik-Lösung ein umfassendes Mobilitätsmanagement aufbauen. Das ist weltweit einzigartig und setzt Maßstäbe beim Aufbau von Verkehrstelematiksystemen der Zukunft. Beide Unternehmen halten mehrere internationale Patente, deren Vorteile sie jetzt in einer Lösung zusammengefasst haben und weltweit anbieten. Das Innovationspotenzial liegt in der direkten Beeinflussung der innerstädtischen Verkehrssteuerung: Ausgewählte Verkehrsteilnehmer, wie beispielsweise speziell dafür ausgerüstete Kfz, erfassen als “mobile Sensoren” aktiv Verkehrsdaten. Diese stets aktuellen Daten setzen die Verkehrsrechner der M-Tech-Tochter Signalbau Huber direkt in eine effektivere übergeordnete Steuerung von Lichtsignalanlagen um, als sie bislang möglich war. Im Mai 2003 starten gedas und Signalbau Huber in Hannover einen Pilotversuch, um das Zusammenwirken von CityFCD und klassischer Signalanlagensteuerung unter realen Bedingungen des Stadtverkehrs darzustellen. Auch international ist das Know-how auf dem Gebiet der Floating Car Data (FCD)-Technologie gefragt. Der IT-Dienstleister gedas beteiligt sich in enger technologischer Partnerschaft mit der M-Tech AG an der Entwicklung eines Verkehrsmanagement-Systems für die olympischen Spiele 2004 in Athen. Aus diesem Grund werden bereits im Sommer 2003 60 Stadtbusse mit CityFCD ausgerüstet. Ziel dieses Projektes ist es, eine Flotte von acht- bis zehntausend offiziellen Olympiafahrzeugen und der Verkehrs- und Sicherheitsbehörden während der Spiele sicher und schnell durch Athens City zu navigieren. Hinter der bislang einzigartigen Verkehrstechnik steht nicht nur der Kampf gegen den Stau, es geht auch ums Geld. Mit City-FCD-Daten, die direkt im Internet abgerufen werden können, lassen sich zum Beispiel bei Speditionen bis zu 100 Stunden Produktivität steigern und der Spritverbrauch ums Dreifache verringern, wenn die Fahrzeuge nicht mehr im innerstädtischen Stau stehen müssen. Aber wer kennt nicht die extrem klammen Kommunen und so wird die Umsetzung in den Kommunen noch sicher eine Zeit auf sich warten lassen. Sollten Sie sich für das eine oder andere Projekt von gedas interessieren, wenden Sie sich an: gedas AG, Pascalstraße 11, 10587 Berlin, Telefon: 030-3997-10.    Ralf Rachfahl

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