Bekanntschaften…

Am Strand

…können angenehm bis bösartig sein. Sie können lange oder nur ganz kurz in Erinnerung bleiben. Man schließt sie im Alltag privat oder dienstlich, auf Reisen, an einem geselligen Abend oder bei irgend einer anderen Gelegenheit. Bekanntschaft kann man machen mit Menschen, Landschaften, Ereignissen und vielem mehr. Über Bekanntschaften, die es wert sind, dass man auch Anderen darüber erzählt, werden sie in den nächsten Ausgaben der LOKALNACHRICHTEN lesen.

Hätten sie vor zehn Jahren nach einem ägyptischen Urlaubsort namens Sharm el Sheikh gefragt – man hätte sie erstaunt angesehen.
Inzwischen gibt es immer mehr Menschen, deren Gesichter strahlen, wenn sie von dem jetzigen Urlauberparadies am südlichsten Gipfel der Halbinsel Sinai, unmittelbar am Roten Meer gelegen, schwärmen. In den letzten zehn Jahren geben sich in der klimatisch günstig gelegenen Region Sonnenbader und Surfer vor allem die Freunde der faszinierend bunten Welt zwischen den eindrucksvollen Korallenbänken, die Schnorchler und Taucher, ein Stelldichein. Das kristallklare Wasser des Roten Meeres, welches aus zwei Metern Höhe noch die eigenen Füsse klar erkennen läßt, gibt gleichzeitig auch den Nicht-Schnorchlern die Blicke frei auf eine Fischwelt, die einem den Eindruck vermittelt, man würde in einem Aquarium stehen.
Moderne Anlagen großer internationaler Hotelketten mit Pools, Bars und Restaurants, Tauch- und Schnorchelschulen wuchsen förmlich aus dem kargen Wüstensand. Heute sind die Erlebnismöglichkeiten in dem sich etwa 20 km nach Norden am Strand entlang erstreckenden Sharm el Sheikh, in der Naama Bay und in der angrenzenden Wüste umfangreich. Von Sharm el Sheikh erreicht der Interessierte nach einer ca. zweistündigen Autofahrt das Ziel von Pilgern aus aller Welt, den Mosesberg. An dessen Fuß steht das weltbekannte Katharinenkloster mit dem “brennenden Dornbusch” in dem Gott Moses erschienen sein soll. Auch der Besuch bei Beduinen mit Kamelritt und Shisha (Wasserpfeife) rauchen gehört zu den Highlights, die den Touristen zu erschwinglichen Preisen angeboten werden.
Sharm el Sheikh hat inzwischen einen eigenen Flugplatz, 150 Hotels – 160 werden noch gebaut – eine imposante Moschee, eine Fantasiewelt namens “1001 Nacht”, die das Disneyland bei Paris “in den Schatten stellt”, drei Spielkasinos, Gäste aus “aller Herren Länder” und vor allem das ganze Jahr über Sonne, Sonne, Sonne…
Wer hier Bekanntschaften machen möchte hat auf dem Weg nach Sharm el Sheikh, vor Ort und bei seinen Unternehmungen auf Sinai viele Möglichkeiten.

Im sichersten Verkehrsflugzeug der Welt
Für uns, ein Journalistenteam, das LOKALNACHRICHTEN-Leser, die Gewinner eines siebentägigen Aufenthaltes im Sonesta Hotel Resort Sharm el Sheikh begleitete, begannen die Bekanntschaften bereits mit dem was das Flugunternehmen Air Berlin zu bieten hatte. Über´s Internet gebucht verlief die Bereitstellung der Tickets mit allen Zusatzgebühren reibungslos. Rechtzeitig hatten wir die Flugscheine in der Hand und bestiegen erwartungsvoll eine Boing 737-800. Aus dem Air Berlin Magazin war während des Fluges in über 6000 Metern Höhe zu erfahren, dass es sich bei diesem Flugzeugtyp, in dem in zwei Dreierreihen 184 Passagiere Platz finden, um das zur Zeit erfolgreichste und sicherste Verkehrsflugzeug der Welt handelt. Guter Service, freundliche Stewardessen und interessante Abwechslung übers Bordfernsehen, bzw. –radio stimmten optimistisch. Und die sich während dieses Fluges teilweise wegen eines wolkenlosen Himmels besonders interessant darbietende Außenwelt, ließen den fünfeinhalbstündigen Flug  – mit Zwischenlandung und Start in Nürnberg – zu einem äußerst kurzweiligen Erlebnis werden.

Empfangen von einem
Ex-Berliner
Vom hoteleigenen Bus abgeholt standen wir vor dem von zwei blitzblanken Kanonen flankierten Eingang zum Sonesta Beach Resort. Der Generalmanager persönlich hieß uns willkommen. Er war uns allen schon bei dieser ersten Begegnung äußerst sympathisch. “Wie der Herre, so s Gescherre” heißt ein altes Berliner Sprichwort. Und tatsächlich zeigte sich diese von dem im unterfränkischen Schweinfurt geboreren Ex-Berliner gemanagte Hotelanlage in tadellosem Zustand. Die in maurischer Architektur gebaute Anlage mit 520 großzügig ausgelegten und zweckmäßig eingerichteten Zimmern, die fünf Pools, die drei Restaurants und mehrere Bars kündeten von einem Einfluß, der Sauberkeit, äußerste Hygiene, Zweckmäßigkeit und landestypisches Flair in einer Einheit verlangt. Und so wurde und ist uns die Bekanntschaft mit Werner Gessner, dem Hotelfachmann, der für einige Zeit auch im Berliner Hotel Adlon in leitender Stellung tätig war, eine besondere Bereicherung. Der äußerst agile, braunäugige, unter dem Sternbild Steinbock Geborene, die warmen Temperaturen liebende Hobbyfotograf und zur Zeit an einer Autobiographie Schreibende, wußte im Verlaufe unseres Aufenthaltes vieles zu erzählen über die Gewohnheiten, Sitten und Bräuche seiner arabischen Mitarbeiter. Er, der in Beverly Hills, in Indonesien, in Washington, in Paris, auf Bali und an anderen weltbekannten Orten zu Hause war,  entpuppte sich auch als Kenner einer anspruchsvollen Unterhaltungskunst, als ein von seinen 500 Angestellten geachteter und geschätzter, weil einfühlsamer und kompetenter Chef und Boss. Immerhin –  wir waren zu einer Zeit in der Hotelanlage, als ca. 720 Betten belegt waren.

Der hervorragend kochende Jurist
Die zum Frühstück, Mittag- und Abendbrot mit viel Obst, Gemüse, frisch gebackenem Brot und Brötchen, Eier- und Nudelspeisen, Hühner-, Rind- und Lammfleisch aufgebauten Buffets erweckten wegen ihrer Vielfältigkeit, Abwechslung und Schmackhaftigkeit unser Verlangen, die Bekanntschaft mit demjenigen zu suchen, der das alles managt, arrangiert, zubereitet oder zubereiten läßt. Und so lernten wir Mohamed abd el Khalek, den Chef de Cusine des Sonesta Beach Resort kennen. Der 44jährige bei Kairo geborene, studierte Jurist kocht und arrangiert bereits seit elf in der Anlage am Roten Meer. Er ist Vater von drei Kindern und hat sich die Kunst des kochens als Autodidakt erworben. Wir genossen ein Vier-Gänge-Menü mit einem Süppchen aus Meeresfrüchten, lecker zubereiteten Spaghettis, Lammkottelets in Pilzsauce, leckerem Eis, schmackhaftem Käse und einem vorzüglichen Wein – es war ein Gedicht!

Der Spielkasinochef ist ein Kanadier
Abends, wenn sich unter den Sombreroschirmen, die tagsüber bis auf die letze Liege belegt waren, nur noch die den Sonnenuntergang Genießenden einfanden, gab es noch ein anderes Highligth in dem paradiesischen Touristenort: das zum Sonesta Beach gehörende Sinai Grand Casino. Brian Beetham ist dort der General Manager. Der gebürtige Kanadier leitete bereits Spielstätten in London, Frankreich, Kanada, auf den niederländischen Antillen und nun seit Eröffnung vor drei Jahren die hiesige mit 24 Tischen und 100 Automaten ausgestattete Anlage im Las-Vegas-Stil. Für bereits 25 Cent können die auschließlich ausländischen Touristen ihr Glück an den Automaten versuchen. In der Zeit zwischen 24 und 2 Uhr waren an den Roulette- und Bakkarat-Tischen kaum noch Plätze frei. Uns wurde gesagt, dass um diese Zeit Flugzeuge aus Bahrain und anderen in der Nähe liegenden Staaten extra wegen des Kasinos Sharm el Sheikh anfliegen. Auch in diesem Kasino haben Männer und Frauen aus Kairo ihre Arbeitsplätze. Sie bedienen die Spieltische ebenso exellent wie die Gäste, die sich einen Drink, ein Menü oder eine andere Erfrischung genehmigen. Selbst mitzuspielen verbietet ihnen allerdings ihr islamischer Glaube.

…und viele, viele Andere
Neben der Air Berlin, den Generalmanagern Werner Gessner und  Brian Beetham, dem Chef de Cuisine Mohamed abd el Khalek haben wir auch den Eigentümer der Hotelanlage, einige der über 60 Tänzerinnen, die die Abendprogramme gestalteten, stets auskunftsfreudige Guids von Neckermann Reisen und Thomas Cook, den Kapitän eines Glasbootes, Zimmerbedienstete, die uns fast jeden Wunsch von den Augen ablasen, den in der Anlage beschäftigten Arzt , einen neunjährigen Beduinenjungen, der Kamele führte und nur ganz wenig nörglerische dafür aber viele sich wohlfühlende Touristen aus Italien, der Ukraine, der Schweiz und Deutschland kennengelernt. Über sie alle zu schreiben würde sicher nicht langweilen aber leider den Rahmen dieser Veröffentlichung sprengen. Lassen Sie sich überraschen über neue “Bekanntschaften”, über die sie in den nächsten Ausgaben der LOKALNACHRICHTEN erfahren.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.