Zanzibar – Traumurlaub machen

Sonnenuntergang an der Jetti Bar

… wo der Pfeffer wächst. Wir wären gern auch dort geblieben, denn die Gewürzinsel Zanzibar ist exotisch, ungeheuer bunt und aufregend. Sie bietet dem Urlauber weit mehr als idyllische Sandstrände, den türkisblauen Indischen Ozean und luxuriöse Ressorts und Spas.Die turbulente Kolonialgeschichte des Archipels hat hier eine einzigartige kulturelle Vielfalt geschaffen, die neben afrikanischen von arabischen, persischen und indischen Einflüssen geprägt ist und deren Erkundung den Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

Das Tor zur Insel ist für alle Touristen, ob zu Luft oder zu Wasser, Stone Town, das berühmte historische Zentrum von Zanzibar Stadt. Es lohnt sich unbedingt hier einige Tage zu verweilen, bevor man den Palmenstrand- und Badeurlaub antritt. Die engen Gassen Stone Towns versprühen morbiden kolonialen Charme. Einst zeugten die Prunkbauten der arabischen Oberschicht mit ihren reich verzierten, kunstvoll geschnitzten Holzportalen von Reichtum, der nicht nur aus dem Handel mit Nelken, Zimt, Pfeffer und Muskat, sondern vor allem mit Sklaven stammte. Einige Gebäude sind inzwischen wieder hergerichtet und beherbergen Restaurants und Hotels, zum Beispiel das majestätische arabisch anmutende Dhow Palace, oder das Africa House im Kolonialstil, in dem einst der British Club logierte. Vor allem in Strand- und Hafennähe laden viele touristische schattige Bars und Cafés zum Verweilen ein. Absolutes Muss ist es, sich einmal in das lebhafte Treiben auf dem Darajani Markt zu stürzen. Gerüche und Geräusch sind betörend und die Farbenpracht überwältigend.

Ein weiterer Höhepunkt ist ein abendlicher Besuch der Forodhani Gärten und kommen Sie hungrig, denn allabendlich verwandelt sich diese zentrale Grünanlage vor Stone Towns berühmtestem Gebäude Beit al-Ajaib, dem Haus der Wunder, in ein riesiges duftendes Buffet auf dem Händler frisch gegrilltes Seafood, Fleischspieße, Pilaus, und Masalas in Ugali, den typisch afrikanischen Maisfladen feilbieten. Apropos Ugali – mit Englisch kommen Sie auf Zanzibar überall durch, aber ein paar Worte Swahili kombiniert mit einem Lächeln stimmen auf den Urlaub ein und öffnen Ihnen die Herzen der Zansibaren: „Jambo“ heißt „Hallo“, „Karibu“ „Willkommen“, „hakuna matata“ „kein Problem“ und „pole pole“ „immer schön langsam“.

Dank Zanzibars überschaubarer Größe, kann man Stone Town und alle weiteren Sehenswürdigkeiten der Insel von jedem beliebigen festen Standort aus in wenigen teuren Taxi- (oder vielen günstigen Daladala-) Fahrstunden erreichen. Bei der Wahl ihres Beach Ressorts, können Sie sich also ganz von Ihren Vorlieben leiten lassen. Nungwi im Norden bietet die meisten Wassersportmöglichkeiten und Party für junge Leute. Die besten Tauchgewässer sind bei Mnemba. Mit Delphinen schwimmen können Sie im südlichen Kizimkazi. Low Budget Reisende und Globetrotter zieht es traditionell nach Paje und auch, wer es ruhiger mag, ist an der Ostküste am besten aufgehoben. Einziger Nachteil, die Ostküste ist am meisten von den Gezeiten geprägt, im Meer baden kann man nur bei Flut. Dafür gibt es einige vom Tourismus noch relativ unberührte Dörfer, wie Jambiani, in dem die Bewohner noch hauptsächlich von Fischfang und vom Seagrass-Anbau für die westliche Kosmetik- und Pharmaindustrie leben. Im Ort gibt es nur ein kleines, sehr schönes, familiär geführtes Hotel, das Blue Oyster direkt am Strand.

Um in der Hotelanlage nicht ganz von Land und Leuten abgeschnitten zu sein, fanden wir  den Aufenthalt im Spice Island Ressort ideal, das etwa 2,5 km Strandwanderung gen Süden von besagtem Fischerdorf Jambiani und etwa 3 km Strandwanderung gen Norden von Paje, einem mit Wassersportangeboten und Bars touristisch lebendigerem Ort entfernt liegt. Wir genossen in der brandneuen und daher zu unserer Freude bei weitem nicht ausgelasteten Anlage Ruhe, die Abgeschiedenheit des Strandes, die Intimität der kleinen, liebevoll eingerichteten Hütten (leider ohne Meerblick) und die fantastische Fusion Cuisine, die traditionell zansibarisches Essen dem europäischen Geschmack anpasste und Abend für Abend wahre Gaumenfreuden bescherte. Freilich sind am makellosen weißen Sandstrand der Ostküste wunderschöne Hotelanlagen mit ähnlichen Vorzügen aufgereiht wie Perlen auf einer Schnur, etwa der exklusive Breezes Beach Club und die romantischen Matemwe Bungalows direkt am Strand. Ein einzigartiger Vorzug des Spice Island ist allerdings die auf Pfählen ins Meer gebaute Jetti Bar, die freilich nicht nur Gästen des Ressorts, sondern auch auf Romantik versessenen Strandwanderern offen steht. Hier kann man bei einzigartigem Blick über Meer und Küste einen Cocktail bei Sonnenuntergang genießen.

Hat man vorerst genug (oder versehentlich zu viel) Sonne und Strand genossen, sollte man sich an die Erkundung der Insel machen. Touren werden überall angeboten. Selbst am Strand werden Ihnen Einheimische beteuern die Konkurrenz weit zu unterbieten und doch den besseren Service zu garantieren. Geht es nur darum, mit einem Nglawa, einem einheimische Fischerboot, zu einer guten Schnorchelstelle des vorgelagerten Riffs oder einer besonders einsamen, romantischen Bucht gebracht zu werden, kann man sich darauf ruhig einlassen. Für die größeren Touren ins Inselinnere empfehlen wir aber, auf die teureren all inclusive Angebote der seriösen Anbieter, die mit den Hotels zusammenarbeiten zurückzugreifen. Empfehlen möchten wir, als Befürworter des sanften Tourismus und im Interesse des Erhalts des einzigartigen Charakters Zanzibars, den Veranstalter Eco & Culture Tours, der auf Nachhaltigkeit und Zusammenarbeit mit den Einheimischen setzen, damit das Geld der Touristen tatsächlich in die Gemeinden fließen und dazu dienen kann, einheimische Projekte zu unterstützen.

Ein absolutes Muss ist die Gewürztour zu den ehemaligen Plantagen, bei der einheimische Führer die Sinne der westlichen Urlauber dafür schärfen, wie Nelken, Muskatnuss, Pfeffer, Cardamon, Vanille, Zimt und Co eigentlich wachsen, aussehen, riechen und wie sie geerntet werden. Eco & Culture bietet sogar einen Kochkurs mit einheimischen Frauen an, bei dem man nicht nur Einblicke in diesen besonderen Teil der Kultur erhält, sondern auch lernt, die typischen Gerichte mit den exotischen Gewürzen zurück daheim im kalten Deutschland nachzukochen, oder … man bleibt einfach, wo der Pfeffer wächst.

Vom 7. bis zum 12. März 2012 präsentiert sich Zanzibar auf der ITB. Schauen Sie in Halle 21 vorbei und informieren Sie sich über Ihr Traumreiseziel, mehr als 20 Aussteller aus Zanzibar sind vor Ort.

Text und Foto S. Balke

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