Ein Abend in der Botschaft von Nordmazedonien

Produktpräsentation in der Botschaft von Nordmazedonien in Berlin. Foto: ©pegü
Mit einer Weinprobe, von mazedonische Rot- und Weißweinen klang dann auch die Präsentation des Tourismuslandes Nordmazedonien aus. / Foto: ©pegü

Reisen steht bei der Mehrzahl der Menschen immer noch ziemlich weit vorn auf der Liste dessen, was sie am liebsten tun. Neu ist: Immer mehr Interesse finden auch die Länder des Balkans, etwa Albanien, Kroatien und Nordmazedonien. Warum ist das wohl so?

Eine Gruppe von CTOUR-Mitgliedern war zu Gast in der mazedonischen Botschaft in der Hubertusallee Ecke Koenigsallee in Berlin-Grunewald. Botschafter Prof. Ylber Sela hatte zu einer Präsentation über den Tourismus in seinem Heimatland eingeladen. Dort erhielten wir vielfältige Informationen über das Land. Nordmazedonien sei zwar ein kleines Land, ein Binnenstaat mit 1,8 Millionen Einwohnern und einer Größe von etwa 25.000 Quadratkilometern – also in etwa so groß wie Mecklenburg-Vorpommern. Es habe aber eine Menge zu bieten. Ein Land, in dem Geschichte auf unberührte Natur trifft und Gastfreundschaft mehr als nur Tradition ist“, sagte der Botschafter. Es biete eine vielfältige Kombination aus Kultur, Natur- und Aktivurlaub, Abenteuern in der Natur und Ruhe: ein Mosaik aus Geschichte, Traditionen, Architektur, Tourismus, Kulinarik sowie Festivals der Musik, des Weins, des Wassers und der Wärme. Ein Land, das gerade auch für Familien ein lohnenswertes Ziel ist und sich noch abseits vom Massentourismus befindet.

Nordmazedonische Botschaft in Berlin / Bild: ©pegü
Nordmazedonische Botschaft in Berlin / Bild: ©pegü

Skopje: Alt und neu

Während des Medientreffens berichtete Biljana Stefanoska vom mazedonischen Ministerium für Kultur und Tourismus, die als Tourismuskoordinatorin der Regierung aus Skopje angereist war: Etwa ein Drittel der Einwohner Nordmazedoniens lebt in Skopje. Die Hauptstadt beeindruckt durch ihre Kontraste und ist ein wichtiger Anziehungspunkt.

Hier lägen Alt und Neu, das Moderne und das Historische eng beieinander. In der Altstadt befindet sich der berühmte historische Basar, unweit davon moderne Shopping-Malls. Relikte aus der Römerzeit, etwa das Aquädukt der antiken Stadt Scupi, stehen neben byzantinischen Kirchen, Moscheen aus der osmanischen Zeit und neuen Gebäuden in einer Art Retro-Architektur mit antiken Stilelementen – wie dem Archäologischen Museum Mazedoniens.

Wahrzeichen der Stadt und im Stadtwappen abgebildet ist die siebenbögige Steinbrücke über den Fluss Vardar aus dem 15. Jahrhundert. Sie überstand sogar das verheerende Erdbeben des Jahres 1963, das große Teile von Skopje, insbesondere die komplette Altstadt, zerstörte. In Skopje erlebt der Tourist auch die traditionelle Balkanküche mit osmanischen und mediterranen Einflüssen – und sehr preiswerte kulinarische Angebote.

Nordmazedonien Vortrag / Foto: ©pegü
Nordmazedonien Vortrag / Foto: ©pegü

Ohrid und die Natur

Zu den Highlights Nordmazedoniens, erklärte Stefanoska, zählt im Südwesten des Landes die Stadt Ohrid am gleichnamigen See. Der malerische Ohridsee ist der zweitgrößte See auf dem Balkan, der älteste See Europas und ein perfekter Ort für Wassersport. Der See und die Stadt gehören seit 1980 zum UNESCO-Welterbe.

Outdoor-Abenteuer wie Kajakfahren, Mountainbiking, Tauchen oder Paragliding sind ebenso angesagt wie Urlaub auf dem Bauernhof. Dazu kommen Wein von mehr als 250 Weingütern in Familienbesitz sowie kulinarische Genüsse wie das mazedonische Nationalgericht Tavče gravče: frische Bohnen, die gebacken und mit Fleisch in einem traditionellen Tontopf auf den Tisch kommen. Interessant sind auch ein Besuch des Nationalparks Mavrovo oder der Weinregion Tikveš.

Weinregion Tikveš

Die Weinanbaugebiete von Tikveš im nördlichen Teil des Landes, nur etwa 50 Kilometer von Skopje entfernt, umfassen eine Fläche von 30 Quadratkilometern mit 14 Weindörfern. Viele der Weinberge liegen mehr als 1.000 Meter hoch und haben dort das perfekte Klima für das Reifen der Reben. Die Weine zählen in der Fachwelt zu den besten Europas – mit den einheimischen Rebsorten Vranec und Kratošija, aus denen Rot- und Weißweine entstehen. In der Landschaft von Tikveš mit ihren sanften Hügeln und malerischen Weinbergen können Touristen familiengeführte Weingüter besuchen und Weinproben verkosten.

Zudem besitzt Nordmazedonien, so Biljana Stefanoska, auf dem Gebiet des Balkan-Tourismus ein Alleinstellungsmerkmal: den Agrartourismus mit preiswerten Ferienhäusern und Urlaub auf dem Bauernhof.

Unkompliziertere Anreise

Auch die Anreise wird immer unkomplizierter. Nordmazedonien verfügt über zwei internationale Flughäfen: einen nahe der Stadt Ohrid und einen weiteren in Skopje. Mehrere Fluggesellschaften aus Deutschland fliegen die Flughäfen in Nordmazedonien zu günstigen Preisen an. Die Präsentation und die anschließenden Gespräche weckten vor Ort das Interesse, das Land bald selbst zu besuchen und mehr über Nordmazedonien zu erfahren.

Nordmazedonien Prospekt Schloss
Nordmazedonien Prospekt Schloss in der Weinregion.

Text & Bilder: ©pegü

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