Kroatien – Traumhafte Ferien an der Adria

Gesangsdarbietung der Klapa-Gesangsgruppe in der Kroatischen Botschaft.

Die Ferienzeit rückt immer näher mitsamt Sommerferien für die Schüler aus 16 Bundesländern, wo sich wieder die Frage stellt: Was machen wir in diesem Jahr? Wohin soll die Reise gehen? Immer beliebter wird Kroatien, vor allem seit am 1. Januar der Euro als offizielles Zahlungsmittel den Kuna ablöste. Die Küstenstädte von Istrien bis Dalmatien bieten Erholung an traumhaften Stränden, Badebuchten, Kultur, Historie und Kulinarik. Das Land der über 1000 Inseln im Adriatischen Meer mit Krk, der größten und Olijak der kleinsten bewohnten Insel. Wer hat nicht schon von Krk, Pag, Rab oder Cres gehört? Und die Insel Brač?

In der Botschaft der Republik Kroatien in der Ahornstraße in Berlin-Schöneberg informierten Touristikexperten über die Besonderheiten dieser Insel. Der kroatische Botschafter, Seine Exzellenz Gordan Bakota, hatte anlässlich des kroatischen Nationalfeiertags in die Berliner Botschaft eingeladen. Begrüßt wurden wir bereits im Foyer durch Klänge einer Klapa-Gesangsgruppe. Die in Trachten gekleideten Männer spielten und sangen mit Begeisterung. Obwohl ich die Texte so gar nicht verstand, war es einfach schön, dem Gesang zu lauschen. Die Lieder behandeln überwiegend Themen wie Meer, Liebe und mediterrane Lebensweise.

Die Klapa-Musik ist eine Art traditioneller A-cappella-Gesang, der von vier bis acht Sängern, Männern mit mehreren Tenor-, Bariton- und Bassstimmen aufgeführt wird. Dabei stehen die Sänger sich im Halbkreis leicht gegenüber. Der Klapa-Gesang ist Teil der dalmatinischen Identität, Kultur, Geschichte und Tradition – und beliebter denn je. Kroatien war schon immer sehr stolz auf die lokale Folklore, die das schwierige Leben der kroatischen Bauern in der Vergangenheit bereichert hat.

Botschafter S.E. Gordan Bakota und Romeo Draghicchio, Direktor des Kroatischen Fremdenverkehrsamtes, sprachen zuversichtlich über die aktuelle Situation des Tourismus. Sie rechnen für ihr Land mit weiter steigenden Gästezahlen in den nächsten Jahren. Bisher kommen rund zehn Millionen Urlauber in das kleine Land an der Adria mit der Hauptstadt Zagreb, der rot-weiß-blauen Fahne, acht Nationalparks, elf Naturparks und zwei Naturschutzgebieten.

Botschafter S. E. Gordan Bakota (Mitte) und Romeo Draghicchio, Direktor des Kroatischen Fremdenverkehrsamtes, links.

Traumstrände und Sehenswürdigkeiten

Die Insel Brač ist noch ein Geheimtipp. Die Anreise erfolgt meist vom Festland mit der Fähre. Es heißt, sie hat den schönsten Strand Kroatiens, den azurblaues Meer umgibt, und der eine einzigartige Form und Lage hat, die sich je nach Wind und Wellen verändert.

Und es ist nicht nur der Strand, der zahlreiche Touristen anzieht, wo man Surfen, Tauchen, Tennis spielen, Paragliding oder einfach nur relaxen kann… Berühmt ist die Insel vor allem für das Goldene Horn, ein absoluter Traumstrand und Wahrzeichen der Insel, welches auf unzähligen Kroatien-Postkarten und Reisemagazinen abgebildet ist. Doch nur wenige wissen, dass es auf Brač noch unzählige weitere wunderschöne Highlights und Sehenswürdigkeiten zu entdecken gibt.

Der Bračer Marmor ist bekannt, und es heißt, das Weiße Haus in Washington, der Berliner Reichstag, die Wiener Hofburg und der Diokletians Palast in Split wurden damit erbaut.

Wir erfuhren auch, was man sich von Brač unbedingt ansehen sollte:

Klosterkomplex Eremitage Blaca

Dazu gehört der Klosterkomplex des Eremitage Blaca, auch als Höhlenkloster bekannt. Diese mystische Stätte liegt direkt im Inselinneren an einer riesigen Felsklippe und kann nur über eine kleine Wanderung erreicht werden. Gegründet wurde das Kloster im 16. Jahrhundert von Mönchen, den sogenannten Glagoliten, die damals vor den türkischen Angriffen vom Festland auf die Insel Brač flüchteten. Später diente das Gebäude als Sternwarte. Heute beherbergt die Einsiedelei von Blaca ein sehenswertes Museum, in dem Artefakte aus der Monarchie und astronomische Geräte wie alte Teleskope zu sehen sind.

Dominikaner-Kloster

Ebenfalls sehr interessant: Das Dominikaner-Kloster. Es stammt bereits aus dem Jahr 1475 und wurde damals an der Stelle, wo sich einst ein Bischofspalais befand, gegründet. Inzwischen ist dieses historische Bauwerk eine der schönsten Sehenswürdigkeiten an der Südküste von Brač, gleich in der Nähe von Bol. Gelegen auf der kleinen Halbinsel Glavica und umgeben von dem Strand Bijela Kuca und dem Strand Martinica, erwartet die Besucher bei einem Besuch eine atemberaubend schöne Kulisse. Aktuell beherbergt das Dominikaner-Kloster auch ein Museum mit wertvollen historischen Gegenständen, die aus dem Meer geborgen wurden.

Drachenhöhle von Murvica

Und es gibt auch eine Drachenhöhle, inzwischen eine historisch bedeutende Attraktion: Die Drachenhöhle von Murvica ist im Süden der Insel. Man kann diese Höhle ausschließlich über eine Wanderung, die von der kleinen Ortschaft Murvica startet, erreichen. Da der Weg nur sehr schlecht markiert ist, werden täglich in der Hauptsaison um 8:30 Uhr Touren mit Guide angeboten. Der Reiseführer gewährt dann auch Zutritt zur Höhle, wo man unter anderem das künstlerisch eindrucksvolle Werk des Drachenreliefs bestaunen kann.

Kulinarische Genüsse und Entspannung

Nach dem Genuss von Sonne, Meer und Kultur ist der Besuch eines der vielen Lokale mit köstlichen regionalen Gerichten, gutem Wein und Musik fast schon obligatorisch. Auch wir konnten einige Köstlichkeiten in der Botschaft probieren. Bei lockeren Gesprächen wurden die unterschiedlichsten Gedanken ausgetauscht.

So erfuhren wir, dass eine zusätzliche Airline geplant ist, und natürlich spielt in Kroatien auch der Sport eine große Rolle, vor allem Fußball. Während der jetzigen Europameisterschaft ist ihre Mannschaft in Neuruppin, nur etwa 80 Kilometer von Berlin entfernt, untergebracht.

Text & Bilder: Petra Gütte

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