Mecklenburg-Vorpommern: Bemerkenswerte Bäume zu entdecken

Superlative werden in der touristischen Werbung oft unter der Annahme eingesetzt, dass sie sich schnell ins Gedächtnis schleichen und dort länger verharren als Zweitplatziertes – The winner takes bekanntlich all. Wenn es um Bäume geht, ist das in Mecklenburg-Vorpommern einfach mal so, dass Rostock mit der Rostocker Heide über den größten geschlossenen Küstenwald Deutschlands verfügt und die Heiligen Hallen, ein kathedralenartig wirkendes Waldgebiet in der Feldberger Seenlandschaft, den ältesten Buchenwald der Bundesrepublik markieren.

Gleichwohl trifft man hier auch abseits der Superlative auf Hölzernes, das seinesgleichen sucht: den Gespensterwald in Nienhagen etwa, der im Novembernebel sein ganzes Gruselpotenzial entfaltet, das Naturschutzgebiet Sonnenberg bei Parchim, das mit rund drei Hektar Douglasien im Reihenbestand zu den massenreichsten Douglasienwäldern Mitteleuropas zählt und vor allem für die Forschung interessant ist, die 1000-jährigen Ivenacker Eichen in der Mecklenburgischen Seenplatte, zu denen man auf- oder vom Baumkronenpfad herabschauen kann.

Oder auch die Welterbe-Wälder im Müritz-Nationalpark und im Nationalpark Jasmund, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges UNESCO-Listenplatzjubiläum feiern, oder den ersten Kinderheilwald mit therapeutischer Wirkung auf Usedom.

Nicht zuletzt investieren umweltbewusste Gäste Geld in Waldaktien und kompensieren damit ihre CO2-Emisssionen, die bei der An- und Abreise ins Urlaubsand entstehen. Die Liste ließe sich fortsetzen, nur ob sie sich in Gänze ins Gedächtnis gräbt, bleibt fraglich.

Mehr Informationen unter auf-nach-mv.de, weltnaturerbe-buchenwaelder.de und heilwald-heringsdorf.de 

Bildnachweis:  ©Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.

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